Erstellt am 28. September 2011, 00:00

Spendier: „Der Druck wurde am Ende zu viel“. TRAINERWECHSEL / Josef Balaskovits wird vorübergehend neuer Trainer, nach dem Ingmar Spendier sein Amt abgab.

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VON PATRICK BAUER

Das 2:3 in Draßburg veränderte beim ASK Kohfidisch einiges: Trainer Ingmar Spendier legte sein Amt einen Tag nach der Niederlage zurück. Spendier dazu: „Die Philosophie vermehrt auf den eigenen Nachwuchs zu setzen, wurde nicht mehr von allen getragen. Das hat das Arbeiten unheimlich erschwert. Am Ende war es so viel Druck, dass ich nicht mehr weiterarbeiten konnte.“ Der Start in die neue Saison ist misslungen. Sechs Punkte aus sieben Spielen sind zu wenig für die Ansprüche in Kohfidisch. Spendier: „Natürlich sind sechs Punkte aus sieben Spielen nicht viel. Aber wenn dann auch aus der Vorstandsriege Druck kommt, weil nicht alles rund läuft, ist das Arbeiten sehr schwierig.“ Die Gründe für den mäßigen Start nennt der Ex-Trainer: „Wir hatten einen Haufen verletzter Spieler, da muss man nicht gleich die Nerven wegwerfen. Auch in Draßburg waren vier Stammspieler nicht dabei. Nach unserer Führung ist das Spiel gekippt und einigen sind die Nerven durchgegangen. Ich hätte mir eigentlich erwartet, dass man das Team unterstützt.“ Zur Philosophie, auf den eigenen Nachwuchs zu setzen äußert sich Spendier so: „Die ist sicherlich gut, nur muss sie von allen getragen werden. Und das Ziel sollte sein, dies über eine Saison hinaus zu entwickeln.“

Jeder Mannschaftsteil  soll verstärkt werden

 

Neuer Trainer ist auf unbestimmte Zeit Josef Balaskovits, der eigentlich als Sportlicher Leiter im Verein fungiert. Obmann Walter Landauer: „Eine interimsmäßige Lösung. Balaskovits übernimmt bis auf weiteres das Traineramt.“ Es soll aber nicht von Dauer sein, Landauer weiter: „Es wird in die Wege geleitet, einen neuen Trainer zu finden. Aber wir haben keine Eile.“ Auch der Neu-Trainer selbst, hofft auf ein kurzzeitiges Engagement, Josef Balaskovits: „Ich hoffe nicht, dass dies von langer Dauer ist und wir in den nächsten zwei Wochen einen neuen Trainer gefunden haben. Aber wir werden uns Zeit lassen. Wir brauchen jemanden, der unsere Vorstellungen erfüllen kann.“ Was schon Ende September als fix erscheint, sind Neuzugänge in der Winterpause. „Klar ist, dass wir Verstärkungen holen müssen“, sagt Balaskovits, „wir brauchen Führungsspieler, dies ist notwendig und wir werden im Winter reagieren“. Diese hätte Spendier auch gerne gehabt, das gibt Balaskovits offen zu: „Die Fehler wurden im Sommer gemacht, denn Spendier hatte diese Voraussetzungen nicht.“ Für welche Positionen Verstärkungen gesucht werden? „Wir wollen jede Formation verstärken. Abwehr, Mittelfeld, Angriff. Es sind schon Kontakte geknüpft worden und wir hoffen, dass bald alles unter Dach und Fach ist.“