Erstellt am 19. Oktober 2011, 00:00

Spiel entgleist: Struma entscheidet am Freitag. 2. KLASSE A SÜD / Nach dem Schlusspfiff des Spiels zwischen Mariasdorf und Hochart kam es zum Eklat – Strafen folgen.

VON DANIEL FENZ

„Die Mariasdorfer haben uns schon in der ersten Hälfte niedergeschnitten“, lautete der Kommentar von Hocharts Obmann Dieter Höfler. Er fungierte in diesem Spiel gleichzeitig als Spieler – für ihn war es eine Partie mit vielen Fehlentscheidungen vom Unparteiischen Halil Alija. „Es war ein Heimschiri. Die Krönung folgte jedoch in der letzten Minute“, meinte Hocharts Obmann.

Laut Höfler befand sich seine Mannschaft im Angriff, daher „hätte die Aktion fertiggespielt werden müssen.“ Nachsatz: „Wenn so ein Schiri mal eine ‚Watschn‘ bekommt, braucht sich keiner wundern. Mir ist bekannt, dass der Verband zu wenig Schiedsrichter zur Verfügung hat. Doch bei dieser Benachteiligung brauchen wir nicht mehr Fußball zu spielen.“

Beim Abgang kam es jedenfalls zu einem Eklat. Diverse Auseinandersetzungen zwischen Hocharter Spielern und Zuschauern folgten.

„Die Partie geht nicht  so lange, bis ein Tor fällt“

Bernd Strobl war bei diesem Spiel als Schiedsrichterbeobachter für den Verband vor Ort. „Ich nehme an, dass es seitens des Schiedsrichters schon Anzeigen beim Verband gegen Hochart gegeben hat. Es soll auch einen Vorfall mit Spieler und Obmann Höfler selbst gegeben haben“, kommentierte Strobl den Vorfall.

Strobl weiter: „Faktum ist, dass das Spiel ganz eindeutig Obmann und Spieler Dieter Höfler verloren hat.“ Bei der ersten Situation schlug Höfler eine Kerze, dadurch resultierte ein Strafstoß. „Hätte der Schiedsrichter gravierende Fehler begangen, dann hätten die Hocharter den Schiedsrichter wahrscheinlich erschlagen“, sagte Bernd Strobl.

Schiri Alija ließ in Mariasdorf 3:28 Minuten nachspielen, ehe er die Partie beendete. „Es steht in keinem Regelwerk, dass ein Spiel so lange geht, bis ein Tor fällt. Der Schlusspfiff ist berechtigt. Das Verhalten der Spieler inklusive des Vorstands von Hochart war ein Musterbeispiel dafür, warum es so wenige Schiedsrichter gibt. Da muss man sich überlegen, ob man sich in Zukunft überhaupt noch als Schiri auf den Platz stellt“, stellte Strobl abschließend klar.

Die Struma des Burgenländischen Fußballverbandes wird sich am kommenden Freitag mit dem brisanten Fall befassen.