Erstellt am 17. August 2011, 00:00

Startplatz im Finale fixiert. ORIENTIERUNGSLAUF / Die beiden HSV Pinkafeld-Athleten Gernot Kerschbaumer und Markus Lang schafften beim Vorlauf in Frankreich den Einzug unter die besten 15.

Starten im Finale. Die HSV Pinkafeld-Läufer Gernot Kerschbaumer und Markus Lang (v.l.).ZVG  |  NOEN
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VON DANIEL FENZ

Zum Auftakt der Orientierungslauf-Weltmeisterschaften in Frankreich kam die Qualifikation über die Langdistanz zur Austragung. Die Damen mussten sechs Kilometer Luftlinie mit 250 Höhenmeter, die Herren rund neun Kilometer und 450 Höhenmeter bewältigen. Das Rennen entwickelte sich schwierig, denn zum einen war das Laufgelände großteils äußerst detailliert und andererseits auch noch mit vielen Steinen überzogen.

Kerschi & Lang liefen  unter die Top-Ten

Entscheidend war, dass die Läufer im richtigen Moment das Tempo reduzierten und mehr Zeit in genaues Kartenlesen investierten. Schneller belaufbar war das Gelände gleich zu Beginn, wo eine Alm gequert wurde. Das österreichische Team verzeichnete einen erfolgreichen Auftakt. Gleich drei der vier gestarteten Athleten schafften den Sprung ins Finale der besten 45.

Bei den Damen gelang dies Ursula Kadan (TV Fürstenfeld) als Neunte ihres Vorlaufs. Sie bot orientierungstechnisch eine hervorragende Leistung und kam souverän unter die besten 15 ihres Vorlaufs. Bei den Herren schafften die beiden HSV-Pinkafeld-Athleten Gernot Kerschbaumer auf Platz sieben und Markus Lang als Neunter ihres jeweiligen Vorlaufs den Sprung unter die besten 15, wodurch der Finalplatz gesichert war.

Pechvogel im rot-weiß-roten Team war Wolfgang Siegert (WAT). Als 16. fehlten ihm nach 85 Minuten Laufzeit lediglich vier Sekunden auf einen Finalplatz. Bei den Herren demonstrierten die Franzosen, dass sie das Gelände voll im Griff zu haben scheinen. Alle drei Franzosen gewannen ihren jeweiligen Vorlauf, beeindruckend zeigte sich vor allem der große Favorit Thierry Gueorgiou, der dem Zweiten nicht weniger als sechs Minuten abnahm.

Gernot Kerschbaumer (HSV Pinkafeld) und Robert Merl (ASKÖ Henndorf) dürfen sich über einen Platz im Mitteldistanzfinale freuen. Beide schafften in ihrem Vorlauf den Sprung unter die ersten 15. Merl setzte sein Konzept gut um und kam auf den hervorragenden sechsten Platz. Somit schaffte er gleich bei seiner ersten WM, und dies sogar noch als Junior, den Finaleinzug.

„Kerschi“ lief großteils ein sauberes Rennen und kam als Zehnter weiter. „Gegen Mitte des Rennens machte ich einen relativ großen Fehler. Da hatte ich es dann wirklich eilig und kämpfte hart bis ins Ziel“, meinte der erfolgreiche Athlet Gernot Kerschbaumer nach seinem Lauf. Nicht so gut lief es für die anderen Österreicher.

Kleinere und größere Fehler kosteten ihnen die entscheidenden Minuten. Bei den Damen blieb sowohl Elisa Elstner als 29. (ASKÖ Henndorf), als auch Ursula Kadan als 19. (TV Fürstenfeld) der Finaleinzug verwehrt. Bei den Herren verfehlte Christian Wartbichler (ASKÖ Henndorf) als 27. das Finale. Das Laufgelände war wiederum orientierungstechnisch und koordinativ sehr fordernd. Bei den vielen Steinen, Senken und Hügeln galt es, immer den Überblick zu bewahren. Zur Freude der Läufer boten sich aber immer wieder zwischendurch kleine Wege an, die sich durch die Hügel und Senken schlängelten.

Auch im Sprintbewerb sollte  es Finalplätze geben

Nach den ersten beiden Qualifikationsläufen hält Österreich bereits bei fünf Finalplätzen, wodurch das Verbandsziel erreicht ist. Nichtsdestotrotz wollte das Team am Dienstag (nach Redaktionsschluss) auch im Sprintbewerb bei der Qualifikation die Finalplatzanzahl aufstocken und im Finale am Nachmittag vertreten sein und dort eine passable Leistung zeigen.