Erstellt am 24. September 2013, 16:27

Thema Klassenreform. 1. Klasse Süd / In der laufenden Saison könnten bis zu fünf Teams absteigen. Das sorgt bei den Mannschaften für große Emotionen.

Von Daniel Fenz

Aufregung gibt es wieder einmal in Bezug auf die Klasseneinteilung für die kommende Saison. Denn aufgrund der Beschlüsse der vorgegebenen Vereinszahlen laut Auf- und Abstiegsbestimmungen, müssen in jeder Klasse 16 Vereine sein.

„Das richtet sich nach der Gesamtvereinszahl der Gruppe Süd. In dieser Gruppe gibt es jetzt 63 Vereine. In der 1. Klasse müssten dann vier Klubs absteigen, damit man das Ziel erreicht“, erklärt BFV-Sekretär Karl Schmidt.

Gruppe-Süd-Obmann: Play-off-Vorschlag derzeit nicht umsetzbar

Die 1. Klasse ist dabei die Pufferzone. In der aktuellen Meisterschaft könnten bis zu fünf Vereine in die 2. Klassen absteigen. Für Schmidt ist es logisch, dass sich Vereine deswegen aufregen. „Zuerst waren die Funktionäre für eine Regulierung beziehungsweise Veränderung. Jetzt regen sie sich darüber auf. Unter drei Absteigern wird sich in Zukunft nichts spielen.“

Franz Wagner, Obmann der Gruppe Süd, hat bereits einige Zukunftsmodelle erarbeitet, denn: „Ein Zurück zum alten Modus mit zwei ersten Klassen ist nicht mehr möglich. Wir überlegen schon längere Zeit, wie man Veränderungen treffen könnte, die flexibel sind. Es gab einen Play-off-Vorschlag, der einstimmig im Gruppenausschuss als Vorschlag angenommen wurde.“

Dieser sei aber, laut Wagner, derzeit nicht möglich, da die Grundzahl unter 64 Vereinen liegt. Diese wären aber nötig.

Stegerbach-Coach: „Ungerecht gegenüber den Vereinen“ 

Die Vereine selbst sind mit der jetzigen Situation nicht zufrieden und vor allem nicht damit, dass es im Frühjahr so viele Absteiger geben könnte.

„Normalerweise sollte der Verband vor der Meisterschaft bekannt geben, wie viele Vereine absteigen. Das ist ungerecht gegenüber jenen, die gegen den Abstieg spielen“, sagt Stegersbachs 1b-Trainer Josef Novakovits. Olbendorfs Sportlicher Leiter Ronald Jallitsch ist derselben Meinung: „Eigentlich sollte alles geregelt sein. Bis jetzt war aber nichts klar. Der Verband sollte sich überlegen, wie das in Zukunft vernünftig gehandhabt wird.“

Auch hier kontert Karl Schmidt: „Es gibt klare Richtlinien, die eingehalten werden.“ Riedlingsdorfs Trainer Joachim Schwarz meint dazu: „Das ganze Gruppensystem im Süden gehört nochmals neu durchdacht und schleunigst geändert. Ich wäre sofort für regionale Gruppen und eventuell sogar für ein Play-off-System, um es interessanter zu machen. Die Zuseher wollen Derbys sehen und nicht eine Stunde zum Match fahren.“

Weitere Auflösungen durch Regelung befürchtet

Oberschützens Spielertrainer Michael Horvath glaubt, dass es in Zukunft zu weiteren Auflösungen kommen könnte: „Sollten in der heurigen Saison fünf Vereine aus der 1. Klasse absteigen, dann werden noch mehr Auflösungen folgen, denn die 2. Klasse ist für Sponsoren nicht so interessant wie die 1. Klasse.“

Vor knapp zwei Jahren beschloss die Mehrheit der Vereine, im Landessüden eine Reform durchzuführen. Ab der Saison 2012/13 gab und gibt es nur mehr eine 1. Klasse. Davor gab es sowohl eine 1. Klasse A Süd und B Süd.

Man wollte durch die Aufstockung der 2. Liga Süd auf 18 Vereine und einer gemeinsamen 1. Klasse mit 17 Mannschaften vor allem die beiden letzten Klassen stärken und die Zahl der Vereine somit erhöhen. Das gelang nur bedingt, denn mit Großmürbisch, Badersdorf, Neustift und Litzelsdorf stellten mehrere Vereine den Betrieb ein.

Kein Gleichgewicht in der untersten Leistungsstufe

Nun wird wieder überlegt, wie man weitere Stilllegungen umgehen könnte. Konzepte sollen ausgearbeitet werden, sind aber noch keineswegs spruchreif. So schwebt beispielsweise immer wieder ein Modell mit einem Play-off-Modus im Raum.

In der 2. Klasse herrscht ein kein Gleichgewicht. In der B-Süd gibt es 13 Vereine, während die A-Süd 16 Mannschaften stellt. Das passierte, weil Badersdorf nicht in die B-Süd wollte und sich daraufhin auflöste. Leidtragender war der SV Mischendorf, der in die B-Süd „zwangsversetzt“ wurde. In dieser Spielzeit wird es bis zu fünf Absteiger geben, um das Ungleichgewicht zu beheben.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar von BVZ-Sportredakteur Daniel Fenz: