Erstellt am 08. Juni 2016, 04:40

von Patrick Bauer

Titelentscheidung: „Es will ja jeder Meister werden“. Der SV Eberau hat es gegen Margarethen in der eigenen Hand, während Eltendorf Schützenhilfe braucht.

Meister, und dann? Klar ist, dass der SV Eberau am Samstag gerne den größten Erfolg seiner Geschichte feiern würde. Was dann passiert, stand zu Redaktionsschluss noch in den Sternen.  |  NOEN, BVZ
Es ist die verrückteste Liga im Burgenland und wohl auch in ganz Österreich. Gleich vier Teams, sofern Draßburg am gestrigen Dienstag, nach Redaktionsschluss, den Nachtrag in Neudörfl siegreich bestritt, kämpfen am alles entscheidenden letzten Spieltag um den Meistertitel der BVZ Burgenlandliga.

Neben Tabellenführer Eberau, die naturgemäß die besten Karten aufweisen, sind das die Mattersburg Amateure, Eltendorf und möglicherweise Draßburg.

Meister wollen sie alle werden, aufsteigen so recht keiner. So meinte etwa Eltendorfs Pressesprecher Sigi Prader: „Es gibt bei uns einen Vorstandsbeschluss in Absprache mit unserem Präsidenten, der besagt, dass es bei uns heuer keinen Aufstieg geben wird.“ Und dabei sei gar die Platzierung zweitrangig, wie Prader anfügte: „Es ist eigentlich ein Wahnsinn, was da passiert, aber wir zeigen nicht mit dem Finger auf andere, denn egal was passieren sollte, wir werden nicht in die Ostliga gehen.“

So definitiv ist dieser Beschluss bei Tabellenführer Eberau nicht. So sagte Pressesprecher Alfred Ranftl: „Wir warten ab, was am Samstag passiert und werden dann eine Entscheidung fällen, ob wir aufsteigen oder nicht.“
Diese stand zu Redaktionsschluss weiter aus, dennoch erklärte Trainer Klaus Guger, der in der kommenden Saison sicher Coach bleibt, der BVZ: „Ich habe deponiert, dass ich es sportlich versuchen würde, aber natürlich geht der Verein immer vor und er muss abwägen, was für ihn das Beste ist.“

Dennoch wollen die Eberauer nun am Samstag die große Sause starten lassen, auch wenn Margarethen ein mehr als unangenehmer Gegner ist. Guger weiter: „Eine sehr reife und routinierte Mannschaft, aber was gibt es Schöneres als vor heimischen Publikum Meister zu werden? Klar ist, dass jeder bei uns Meister werden will. Wir wissen, dass wir da etwas ganz Großes schaffen können. Und genau so müssen wir auch in dieses letzte Spiel gehen.“