Pinkafeld , Oberwart

Erstellt am 21. September 2016, 03:15

Pinkafeld empfängt Oberwart: Der wahre „Clasico“. Mehr Geschichten hat im Süden sicher kein Spiel zu erzählen: Pinkafeld gegen Oberwart bleibt weiter der Klassiker!

Die Mutter aller Südderbys. Pinkafeld gegen Oberwart bedeutet auch Tradition trifft Tradition, denn die beiden 1912 gegründeten Vereine sind die mittlerweile ältesten im Burgenland. Der Bedeutung dieses Treffens sind sich auch Pinkafelds Christian Plank (r.) und Christoph Koch bewusst, die sich im Frühjahr 2015 beim Oberwarter 1:0 viele Duelle lieferten und das auch am Samstag wieder tun werden. Foto: Bauer  |  Patrick Bauer

PINKAFELD - OBERWART, SAMSTAG, 19 UHR.

 |  NOEN

Zugegeben: Die Einstimmung auf dieses Spiel hätte besser sein können. Während Pinkafeld in Eltendorf beim 0:1 den Kürzeren zog, verlor der SV Oberwart seine Generalprobe gegen den Aufsteiger aus Leithaprodersdorf mit 2:4 und steht nun beim „Derby aller Derbys“ enorm unter Zugzwang.

Sowieso ist es schon lange her, dass der um Nuancen später gegründete SCP als Favorit in ein Nachbarschaftstreffen ging, denn prinzipiell kickten die Bezirkshauptstädter meist etwas höher.

„Die Spieler müssen zeigen, wie sie zu mir stehen“

Favorit? Das wollte Pinkafelds Trainer Thomas Pratl aber mal so gar nicht hören: „So ein Spiel hat immer eigene Gesetze, auch wenn wir vielleicht die derzeit etwas bessere Ausgangsposition aufweisen, wird das ein ganz, ganz schwerer Brocken.“ Dabei schätzte der Jung-Trainer den Gegner so ein: „Sie sind wie ein angeschlagener Boxer, der genug Erfahrung und Qualität besitzt. Dennoch glaube ich, dass auch wir die nötige Stärke haben, um zu gewinnen.“

Für Pratl ist es derweil sein „zweites Derby“ nach 2015, wo seine Mannen auf heimischer Wiese mit 0:1 verloren. „Ein absolutes Highlight, aber wir dürfen uns davon nicht verrückt machen lassen.“

Kaum anders ist indes die Gefühlslage in Oberwart, wo ein Derbysieg so manchen Misserfolg in den ersten Saisonauftritten vergessen machen würde. Am Samstag könnte es aber auch um die Zukunft von Trainer Ludwig Tuba gehen: „Die Spieler müssen zeigen, wie sie zu mir stehen, sich den Allerwertesten aufreißen und drei Punkte machen. Klar ist, dass es richtungsweisend sein wird.“

Die Chancen schätzte Tuba auf „50:50“ ein, wobei seine Mannen „einiges gutzumachen“ hätten. „Wir müssen, aber Pinkafeld muss eigentlich auch. Ich glaube an die Qualität meiner Elf und wir könnten uns aus dem Loch herausziehen.“

Aktuelle Infos: Den Gästen aus Oberwart wird wohl Goalie Safet Jahic fehlen. Fraglich blieb Attila Gerencser, während Robert Horvath wieder starten wird. In Pinkafeld ist bis auf Paul Zupanko (Rückstand) der ganze Kader fit.