Erstellt am 04. Mai 2011, 00:00

Trainerwechsel sollen für frischen Wind sorgen. HOFFEN AUF EFFEKT / Die Trainer Kurt Riedl (SV Oberwart) und Wilhelm Krancz (SV Eberau) räumten ihren Trainerstuhl.

 |  NOEN

VON ANDREAS KOLLER

In der Nacht auf Samstag verkündete SVO-Trainer Kurt Riedl via Facebook: „Herzlichen Dank an alle, die meine Liebe zur Arbeit akzeptiert und mitgetragen haben, meine Liebe zur Jugend erkannt, geschätzt und weitergetragen haben. Vielen Dank an meine loyalen Mitkämpfer Moses und Tom.“ Diesen Worten, die bereits wie ein Abschied klangen, folgte am Samstag nach einem Gespräch mit der Vereinsführung die einvernehmliche Trennung vom SV Oberwart.

Im Interview mit der BVZ erklärt Riedl den Entschluss: „Sowohl die Vereinsführung als auch ich waren mit den letzten Ergebnissen und der Stimmung innerhalb der Mannschaft nicht glücklich und so haben wir uns gemeinsam zu diesem Schritt entschlossen.“ Manager Michael Benedek: „Es ist augenscheinlich, dass es nicht so gelaufen ist, wie wir uns das alle vorgestellt haben.“ Riedl erhofft sich für seine Ex-Mannschaft durch einen Trainerwechsel „neue Motivation und neue Impulse“. Rückblickend sagt er: „Ich möchte die Zeit als SVO-Trainer nicht missen. Ich bin stolz darauf, dass sich einige von Jugendspielern zu Kampfmannschaftsspielern entwickelt haben.“

Der Trainerposten wurde interimistisch aus den eigenen Reihen nachbesetzt. Das Zweiergespann Robert Horvath und Moses Enguelle soll die Mannschaft voraussichtlich bis zum Sommer auf Trab halten. Spielertrainer Horvath kann beziehungsweise muss sich am Samstag gegen Winden seine Truppe von der Seitenlinie aus ansehen. Er ist nämlich gesperrt.

Bei den abstiegsgefährdeten Eberauern wurde am Wochenende ebenfalls der Trainerposten frei. Trainer Wilhelm Krancz legte sein Amt nach der 0:5-Heimklatsche gegen Parndorf zurück. „An und für sich habe ich mit der Mannschaft irrsinnig gut gekonnt. Mir ist der Abschied richtig schwer gefallen ist, weil mein ganzes Herz an der Mannschaft hängt“, erzählt Krancz wehmütig, „mein Sinnen ist aber, dass durch den Trainerwechsel vielleicht ein Kick durch die Mannschaft geht und sie vielleicht doch noch die Kurve kratzt.“ Warum es im Frühjahr so schlecht lief, liegt für den Ex-Coach auf der Hand: „Es war nicht möglich, die massiven Ausfälle mit diesem kleinen Kader auf längere Sicht zu kompensieren. Ich glaube, dass wir unter normalen Umständen sehr vieles zusammengebracht hätten.“

Wer Krancz nachfolgt, war zu Redaktionsschluss noch nicht klar. Pressesprecher Alfred Ranftl konnte am Montag bloß bekannt geben, dass keine interne Lösung angestrebt wird: „Wir brauchen in unserer Situation einen kompetenten Fachmann von außen.“

Aktualisierung: Mit dem gewünschten „Fachmann von außen“ wurde sich der SV Eberau am Mittwoch einig: Ex-Oberwart-Trainer Kurt Riedl sagte einer Anfrage des Vereins zu und stellt sich damit einer neuen Aufgabe – einem beinharten Abstiegskampf. Riedl kehrt damit schon übernächsten Freitag an seine alte Wirkungsstätte ins Informstadion zurück, denn dann empfängt der SV Oberwart den SV Eberau.