Erstellt am 19. Januar 2011, 00:00

Vereine vor Urnengang. STRUKTURREFORM / Am 4. Feber wird über die Neuordnung im südburgenländischen Fußballunterhaus abgestimmt.

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Anfang Feber werden die südburgenländischen Vereine zur Urne gebeten. Abgestimmt wird über die Neustrukturierung des Fußballunterhauses, konkret davon betroffen sind die 2. Liga Süd sowie die 1. und 2. Klassen der Gruppe Süd.

Die Hauptmotive für eine Reform sind folgende:

Durch die Aufstockung der Spielklassen soll eine Steigerung der Wirtschaftlichkeit erreicht werden.

Zudem möchte man den Meisterschaftsbetrieb für die Zukunft absichern. Da aufgrund der demografischen Entwicklung zu befürchten ist, dass die Anzahl der Vereine nicht gehalten werden kann, möchte man durch größere Klassen einem eventuellen Ausstieg eines Vereines eher gewappnet sein.

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Meinungen zu Varianten  gehen weit auseinander

Eine Umfrage unter den Vereinen brachte eine grundsätzliche Befürwortung der Reform. Nur vereinzelt sehen Vereinsvertreter keinen Änderungsbedarf, wie etwa Buchschachens Obmann Reinhard Ritter: „Ich würde alles so belassen, wie es ist. Schon vor zehn Jahren sprach man vom großen Vereinssterben, bisher hat es nur Miedlingsdorf, Hackerberg und Rauchwart erwischt.“ Solche Stimmen scheinen aber die Minderheit zu sein. Vor allem in den „kleinen“ 2. Klassen sind die Rufe nach einer Aufstockung laut. „Mit elf Heimspielen können wir nur schwer einen Betrieb aufrechterhalten“, spricht der Hocharter Obmann Dieter Höfler vielen aus der Seele.

Die Meinungen zu den diversen Varianten gehen sehr weit auseinander. Anklang finden sowohl das 4-Klassen-Modell ohne Play-off-Modus, als auch beide 3-Klassen-Modelle (siehe Grafik). Es könnte also eine knappe Entscheidung werden.

Wie wird abgestimmt ?

Die Abstimmung erfolgt in einer geheimen Wahl.

a) Zuerst wird grundsätzlich über ein „Ja“ oder „Nein“ zur Reform abgestimmt (es genügt die einfache Mehrheit).

b) Bei einer Mehrheit für die Reform erfolgt eine Abstimmung über das Modell (3- oder 4-Klassen-Modell), wobei wiederum alle anwesenden Vereine mitstimmen können und sollen.

c) Je nach Ausgang wird im dritten Wahldurchgang über die Form des 3-Klassen-Modells (siehe Grafik: Variante 2 oder Variante 3) beziehungsweise des 4-Klassen-Modells (Meisterschaftsbetrieb oder Play-off-Modus) abgestimmt.

d) Nach der Abstimmung kann von der Gruppe Süd ein Änderungsantrag beim Burgenländischen Fußballverband gestellt werden. Der Vorstand des BFV entscheidet dann, ob der Reformvorschlag durchgeht.

 

Wann und wo erfolgt die Abstimmung? Im Rahmen der außerordentlichen Gruppenversammlung am Freitag, dem 4. Feber, im Gasthaus Wurglits in Großpetersdorf (Beginn 19 Uhr).

Welches Modell soll‘s werden? Bis 4. Feber können die Vereinsvertreter noch über ihre Entscheidung nachgrübeln.GRAFIK: BISCHOF

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