Erstellt am 24. August 2011, 00:00

Viele Fehler zum Schluss. ORIENTIERUNGSLAUF / Der HSV-Pinkafeld-Sportler Gernot Kerschbaumer brachte sich selbst um seine Früchte.

Dem Pinkafelder Athlet blieb in Frankreich ein Top-Ten-Platz verwehrt. ZVG  |  NOEN
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VON DANIEL FENZ

Beim Mitteldistanz-Finale der Weltmeisterschaft in Frankreich gab es aus österreichischer Sicht keine Überraschung. In dem technisch erneut sehr herausfordernden Gebiet schlugen sich die beiden österreichischen Vertreter, Gernot Kerschbaumer (17.) und Robert Merl (25.), gut. Die große Hitze machte allen zu schaffen. Während Österreichs Militärweltmeister Gernot Kerschbaumer (HSV Pinkafeld) nach unsauberem Start ein sehr ambitioniertes Finish zeigte, das ihn letztendlich wieder in die Top 20 brachte, war Junioren-Weltmeister Robert Merl von Anfang an nicht sehr zufrieden.

Rennen entpuppten sich  zu harten Wettkämpfen

 

Auch bei den Medaillen-Entscheidungen gab es – zumindest was Siegerin und Sieger anbelangte – keine Überraschungen. Bei den Damen waren auch am dritten Finaltag die Schwedinnen nicht zu schlagen. Helena Jansson komplettierte ihren Medaillensatz nach Silber im Sprint und Bronze in der Langdistanz mit Gold über die Mitteldistanz. Silber ging an die überglückliche Juniorin Ida Bobach aus Dänemark. Bei den Herren ließ sich „Mister Mitteldistanz“ Thierry Gueorgiou, nach seinem so lange ersehnten Sieg über die Langdistanz, die siebente Goldmedaille in seiner Lieblingsdisziplin nicht mehr nehmen. Sein Vorsprung von knapp 2,5 Minuten auf den Silbermedaillengewinner Peter Öberg (Schweden) war eine Machtdemonstration des Franzosen in seiner Heimat.

Das Rennen über die Langdistanz entpuppte sich ebenfalls zu einem harten Wettkampf. Nicht nur das Wetter – knappe 30 Grad und strahlender Sonnenschein – vor allem das Gelände stellte die Wettkämpfer auf eine harte Probe. Der große Favorit bei den Herren, Thierry Gueorgiou, war auch hier der große Gewinner. Er siegte überlegen vor dem Finnen Pasi Ikonen und seinem französischen Landsmann Francois Gonon. Auch Gernot Kerschbaumer erlief ein passables Resultat. Platz 17 war ein gutes Ergebnis, doch zwei Fehler kosteten ihm einen Top-Ten-Platz. „Vor allem die erste Streckenhälfte gelang mir sehr gut. Aber im Schlussabschnitt verlor ich zwei Mal einige Minuten, das ärgert mich natürlich.“