Erstellt am 30. März 2011, 00:00

„Waren immer erreichbar“.

AMERICAN FOOTBALL / Gladiators-Ex-Boss Paul Edelsbrunner und Jürgen Mikovits stellen im Zuge der Vereinsauflösung klar.

VON DANIEL FENZ

Der „American Football Club ASVÖ Gladiators“ wurde am 30. März 2002 gegründet. Nach internen Problemen konnte der Verein nicht mehr an der Meisterschaft teilnehmen (die BVZ berichtete), die Auflösung erfolgte am 4. Dezember 2010.

Zur Erinnerung: Seitens des Österreichischen Football-Verbandes (AFBÖ) stand in dem Zusammenhang der Vorwurf im Raum, von den Gladiators wäre niemand für eine Info erreichbar gewesen.

Während Paul Edelsbrunner als Obmann fungierte, stand ihm Jürgen Mikovits als unterstützendes Mitglied, nicht aber als Funktionärsmitglied der Gladiators, zur Seite. Mikovits wehrt sich nun gegen die in der BVZ (Ausgabe 04/2011) aufgestellte Behauptung, „untergetaucht“ zu sein: „Ich war immer für jeden erreichbar, auch für den Österreichischen Footballverband. Egal, ob per Handy oder Mail, ich hätte kontaktiert werden können.“

Edelsbrunner: „Wir waren immer erreichbar. Ich habe mich sechs Jahre für den Verein als Obmann geopfert, wobei ich nie Geld bekommen habe. Aktuell werden die Schulden für den Verein, der bereits aufgelöst wurde, privat zurückgezahlt. Ungefähr belaufen sich die Kosten für verschiedenste Rechnungen auf rund 30.000 Euro.“

Der Ex-Obmann unterschieb eine Haftungserklärung, dass die Schulden privat übernommen werden. „Zur Verschuldung ist es nur gekommen, da ein Vorstandsmitglied 2008 die Förderanträge einbringen hätte sollen. Zuerst waren diese unvollständig, danach sind wir um das Geld beim Land und beim ASVÖ umgefallen. CNC stieg außerdem als Hauptsponsor aus.“ Als Obmann wird Edelsbrunner, egal für welchen Verein, jedenfalls nicht mehr aktiv werden, im Gegenteil: „Ich rate jedem ab, eine ehrenamtliche Arbeit anzunehmen.“

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