Erstellt am 21. September 2011, 00:00

Wie im Wilden Westen. 1. KLASSE A SÜD / Gegen Ende der Partie in Jabing kam es zu tumultartigen Szenen. Schiri Reinprecht entglitt das Spiel.

VON MARKUS GYAKY

„Noch nie, und ich bin seit 45 Jahren im Fußball tätig, wurde ich so betrogen, wie von Schiri Reinprecht“, so Hannerdorfs Trainer Adi Resner. Was war passiert? Schon in der ersten Hälfte war Reinprecht, der eigentlich nur für einen Kollegen einsprang, nicht ganz sattelfest, als er eine angebliche Rote Karte für Jabing nicht gab. „Im zweiten Durchgang hätte es einen klaren Handelfmeter geben müssen. Michi Trenker griff mit der Hand zum Ball“, meint Resner, „ich kenne Trenker und auch Keeper Josef Bernath. Beide pflichteten mir nach Schlusspfiff bei.“ Schiedsrichter Gernot Reinprecht zu den Vorwürfen: „Nach einer Flanke wurde der Spieler an der Hand angeschossen.“ Schon da kochten die Emotionen über. Den Gästen aus Hannersdorf gelang das 1:1. Beim vorentscheidenden Treffer hatte dann wieder der Schiri seine Pfeife im Spiel. Reinprecht gab nach einem Eckball Elfmeter für Jabing. Resner: „Außer ihm hat den keiner gesehen.“

Reinprecht kontert: „Der Elfer war lupenrein. Zwei Spieler attackierten den Jabinger und rissen ihn zu Boden.“ Danach wurde er von Hannersdorfer Kickern gestoßen, gerempelt und verbal hart angegriffen – Szenen wie im Wilden Westen. Trainer Resner: „Er hat das über sich ergehen lassen, offenbar im Wissen, dass er Mist gepfiffen hat.“ Reinprecht: „Es stimmt, ich wurde aufs Ärgste beschimpft, aber um einen Abbruch zu vermeiden, habe ich keine Karten verteilt.“

Das Spiel endete mit 3:1 für Jabing. „Nach dem Spiel umarmten sich die Steirer Reinprecht mit den Jabinger Steirern Archan und Glemba wie alte Freunde,“ so Resner. Reinprecht: „Ich werde Anzeige gegen einige Hannersdorfer erstatten. Ich wurde beim Abgang heftigst beschimpft. Das hat ein Nachspiel, zumal ich ja Zeugen aus Jabing habe.“