Erstellt am 15. August 2012, 00:00

„Wir zahlen Lehrgeld“. 2. LIGA SÜD / Nach der Derbypleite herrschte in Rudersdorf ein wenig Ratlosigkeit. Die Leichtigkeit des Aufstieges fehlt.

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VON PATRICK BAUER

Die Ansprüche sind hoch beim USV Rudersdorf. Dies verpflichtet allein die Tradition des ehemaligen Regionalligisten. Der Abstieg vor zwei Jahren wurde unter dem Motto „Betriebsunfall“ abgetan. Der sofortige Wiederaufstieg war nur logisch. Doch nach drei Spieltagen und nur einem Punkt kehrte Ernüchterung ein. Dabei war der Auftakt gegen Stuben beim 1:1 vielversprechend. In Pinkafeld (0:2) kann man schon einmal verlieren. Nur die Derbyniederlage am letzten Wochenende gegen Kaltenbrunn schmeckte keinem. „Sie haben nach der 2:0-Führung zur Pause sehr reif und clever gespielt. Wir befinden uns derzeit in einer Lernphase. Vielleicht haben wir die 2. Liga ein wenig falsch eingeschätzt, denn in der 1. Klasse waren wir zumeist eine Klasse stärker als unsere Gegner. Wir haben wieder brav gespielt, waren aber zu unreif“, sagt Rudersdorfs Sportlicher Leiter Klaus Pumm.

Das Auftaktprogramm hat es in sich. Am Mittwoch, nach Redaktionsschluss, reiste man nach Kohfidisch und am Wochenende geht es zum Derby nach Eltendorf. Möglich, dass nach fünf Spieltagen weiter nur ein Punkt auf der Habenseite steht.

Leistungsträger müssen  sich ans Tempo gewöhnen

Ein Grund für den mäßigen Saisonstart sieht Pumm im Schwächeln einiger Leistungsträger wie Kapitän Stefan Fuchs oder Danijel Vincelj, die in der Vorsaison noch die prägenden Spielerpersönlichkeiten waren, in der höheren Klasse aber noch nach ihrer Form suchen. „Unser Mittelfeld war zu wenig präsent. Auch Fuchs oder Vincelj waren zu zögerlich“, meint Pumm, der aber anfügt: „Ich glaube weiter an dieses Team“.

Das Potenzial ist ohne Frage da, dies wurde auch vom Nachbarn aus Kaltenbrunn bestätigt. „Wenn sie immer so viel Einsatz zeigen, werden sie mit dem Abstieg nichts zu tun haben“, sagt Deutsch Kaltenbrunns Kassier Herbert Hütter. Dies bringt zwar keine Punkte, aber tut gut für das Selbstbewusstsein, dieses Traditionsklubs, der eigentlich nach Höherem strebt.

Nicht in Form. Auch Stürmer Imre Jeger (am Ball) sucht die Form vergangener Tage. Die Derbyniederlage gegen Kaltenbrunn war unglücklich, aber sicher nicht unverdient.BAUER