Erstellt am 25. Februar 2015, 09:30

von Patrick Bauer

„Wir bleiben sicher drin“. / Schon in jungen Jahren musste Kevin Gumhold in Jennersdorf Verantwortung übernehmen. Das meistert er mit Bravour – ein Goalie, der zum Leistungsträger mutierte.

Courtois-Fan und Nummer eins. Kevin Gumhold ist beim UFC Jennersdorf nicht mehr wegzudenken. Er selbst verehrt Thibout Courtois vom FC Chelsea.  |  NOEN, Nina Decker

Kevin Gumhold ist ein Tormann, der sein Spiel sehr offensiv interpretiert. Während viele seiner Kollegen oft auf der Linie kleben, versucht er immer wieder Einfluss auf seine Vorderleute zu nehmen. Sei es durch laute Kommandos – etwa durch Aktionen, bei denen er schon frühzeitig versucht, den Stürmer am Abschluss zu hindern –, und natürlich muss er auch fußballerisch einiges auf dem Kasten haben. Der Fan von Chelsea-Schlussmann Thibaut Courtois mauserte sich in den letzten Jahren zur unangefochtenen Nummer eins beim UFC Jennersdorf, dabei hat der 23-Jährige seine Zukunft eigentlich noch vor sich.

Der Vorgänger stärkte  ihm immer den Rücken

Rückblende: In der Aufstiegssaison der Jennersdorfer im Jahr 2010/11 sicherte er sich den Platz im Kasten. Es war ein Vertrauensbeweis seitens der Vereinsführung an den jungen Goalie, der dies auf Anhieb rechtfertigte. Es ging in die BVZ Burgenlandliga, wo Gumhold einen ersten Rückschlag erlitt. Er verletzte sich schwer und die Führungsriege sah sich gezwungen, mit Peter Reiter einen neuen Tormann zu engagieren.

Dieser überzeugte, plötzlich war Gumhold nur mehr zweite Wahl. Kein Problem: „Diese sechs Monate Pause waren natürlich ein Schock für mich. Peter war dann aber für den Verein und auch für mich ein Glücksgriff. Er hat mich immer unterstützt und half mir bei meinem Comeback.“

"Ich bin froh ein Teil des Teams zu sein“

Reiter beendete nach der Saison seine Karriere und Gumhold war gefordert. Er kam stärker zurück und ließ keinen Zweifel offen, wem der Platz im Tor gehört. „Ich spiele nun mein drittes Jahr in der BVZ Burgenlandliga und war auch in der 2. Liga Stammspieler. Darauf bin ich schon ein bisschen stolz, auch wenn ich mich beim UFC Jennersdorf bedanken muss. Sie haben mir immer Vertrauen entgegengebracht. Es ist nicht selbstverständlich auf einen jungen Tormann zu setzen. Ich bin froh ein Teil des Teams zu sein.“ Sein Status wird sich in naher Zukunft nicht ändern. Für ihn gilt wohl: Einmal Jennersdorf, immer Jennersdorf. Jetzt geht es vor allem darum, den Klassenerhalt zu schaffen. Die Vorzeichen stehen laut Gumhold gut: „Ich habe großes Vertrauen in meine Vorderleute und ich bin überzeugt, dass wir drin bleiben.“

„Jennersdorfer Jungs“  wollen oben angreifen

Insgeheim will er sogar weiter oben angreifen. „Ich weiß, dass wir mehr Qualitäten als andere Burgenlandliga-Teams haben.“Vor allem die „Eingespieltheit“ und den „Zusammenhalt“ sieht er als großen Trumpf. Auch, dass meist „sechs, sieben“ Jennersdorfer in der Startaufstellung stehen, findet er mehr als positiv: „Der richtige Weg.“

Einer von diesen „Jennersdorfer Jungs“ ist Gumhold, der sich zum absoluten Leistungsträger entwickelte. Die Jennersdorfer dürfen sich auf die Schulter klopfen. Sie vertrauen jungen Spielern und sind ein Vorbild.