Erstellt am 10. November 2010, 00:00

Zwei Aufholjagden wurden abgepfiffen. DERBY / Die Oberwart Gunners verloren am Montag nach zweimaligem großen Rückstand gegen Fürstenfeld mit 79:70.

Glücklos. Kapitän Jason Johnson und sein Team verlor das Derby gegen die Fürstenfeld Panthers mit 79:70. Damit übernahmen die Steirer auch die alleinige Tabellenführung, die Gunners sind Zweiter.  |  NOEN
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VON MICHAEL PEKOVICS

Da war sie wieder, die unbeschreibliche Derby-Stimmung in der Bundesliga. Fürstenfeld empfing Oberwart und schon vor dem Spiel war die Spannung in der Stadthalle spürbar.

Nach nervösem Beginn und einem ausgeglichenen ersten Viertel (15:15) dauerte es im zweiten Abschnitt ganze sechs Minuten, bis die Oberwart Gunners in Fahrt kamen. Da war Fürstenfeld – angeführt von den überragenden Flügelspielern Shawn Ray und Anthony Shavies – aber schon davon gezogen. 28:11 lautete das Ergebnis des zweiten Viertels, zur Pause lagen die Steirer mit 43:26 voran. „Uneinholbar“, war zu Seitenwechsel von den Fans zu hören. „Das holen wir nicht mehr auf.“ Sie sollten sich täuschen – wenn auch nur fast. Denn die Gunners setzten alles auf eine Karte, kehrten wie ausgewechselt – und wohl nach einer Standpauke von Headcoach Neno Asceric – auf das Parkett zurück und holten Punkt um Punkt auf.

Nach knapp sechs Minuten betrug der Rückstand nur noch fünf Punkte. Gestoppt wurde die Aufholjagd aber nicht von den Panthers, sondern von den Schiedsrichtern. Fragwürdige Entscheidungen bremsten den Spielfluss der Gunners, vor dem Schlussabschnitt führte der steirische Rivale mit 60:47. Doch Oberwart kämpfte sich erneut zurück, vier Punkte Rückstand fünf Minuten vor Schluss ließen die Hoffnung der blau-weißen Fans wieder aufkeimen. Doch die Geschichte wiederholte sich, Pfiffe gegen Oberwart nahmen den Schwung aus der Aufholjagd. „Obwohl wir einen schwachen Tag erwischt haben, haben wir bis zum Schluss gekämpft“, meinte Manager Andreas Leitner. „Jeder, der die Partie gesehen hat, hat mitbekommen, wer unsere Aufholjagd gestoppt hat.“

Auch in Güssing war nach dem Spiel gegen Vienna Trauerstimmung angesagt. Gegen einen unglaublichen Stjepan Stazic (50 Punkte!) hatten die Knights am Ende kein Glück – Stazic knackte die Ritter mit einem Dreier in letzter Sekunde. „Wie gegen Klosterneuburg ein Spiel, das wir gewinnen hätten müssen“, sagte Headcoach Rober Langer.