Erstellt am 20. Juli 2016, 08:16

von Bernhard Fenz

Angstgegner-Status steht auf dem Spiel. Startschuss in die neue Saison: Dabei soll die Admira im Pappelstadion nach Langem wieder mal besiegt werden.

Alles bereit für den Start! Mario Grgic, Torschütze zum 1:0, Julius Ertlthaler und Thorsten Röcher (v.l.) stimmten sich am Sonntag im Zuge des ÖFB-Cups in Rudersdorf auf den Pflichtspielauftakt in der Bundesliga ein. Nach dem glatten 7:0-Erfolg ist nun die Admira zu Gast im Pappelstadion – eine klarerweise ungleich schwerere Aufgabe als gegen den südburgenländischen Verein aus der 2. Liga.  |  BVZ, Bauer

Am 1. Dezember 2012 hat der SV Mattersburg die Admira zum letzten Mal daheim besiegt. Der 3:0-Erfolg der Burgenländer in ihrer Abstiegssaison 2012/2013 ist Schnee von (vor)gestern. Präsenter sind noch die beiden Heimpleiten nach dem Wiederaufstieg in der abgelaufenen Saison, als es ein 0:4 und ein 0:3 setzte.

Die Niederösterreicher erwiesen sich somit 2015/2016 als Angstgegner – dem kann der SVM nun gleich zum Auftakt entgegentreten. Trainer Ivo Vastic: „Admira hat sehr gute Konterspieler, da haben wir zu leichtsinnig agiert. Daraus haben wir jedenfalls gelernt, außerdem hat die Mannschaft sehr gut trainiert und ist top-vorbereitet. Deshalb erwarte ich auch einen Schritt nach vorne.“

Blind drauflos stürmen werde Grün-Weiß aber sicher nicht. „Kontrollierte Offensive ja, aber nicht volles Risiko.“ Dass die triste Bilanz gegen die Südstädter aus der abgelaufenen Saison (auswärts 1:2 und 1:1, daheim 0:4 und 0:3) noch in den Köpfen der Spieler herumschwirren könnte, ist für Kapitän Patrick Farkas trotzdem kein Thema: „Ich kann nur für mich sprechen, aber da beginnt jetzt eine neue Saison, wo wieder jeder viermal gegen die anderen spielen wird. Die Vergangenheit ist überhaupt nicht mehr präsent. Wir müssen von der ersten Runde an konzentriert sein und dürfen uns nicht aus dem Konzept bringen lassen.“

Zu früh, um langfristig Ziele anzusprechen

Nicht aus dem Konzept werde man sich übrigens bringen lassen, wenn es um das Definieren der Zielsetzung geht. Die ist nach außen hin vorerst einmal nicht an Platzierungen orientiert, wie der Cheftrainer klarstellt: „Generell wollen wir stabiler sein und die großen Schwankungen vermeiden. Da haben wir in der Vorsaison genug erlebt, von Verletzungen über Ausschlüsse war alles dabei. Es ist auch sehr schwierig zu sagen, wo wir landen könnten. Wichtig ist, dass wir von Spiel zu Spiel schauen und uns weiterentwickeln.“

Ähnlich sieht es Farkas: „Jeder setzt sich Ziele, aber man muss einmal die ersten Runden abwarten. Für uns gilt es, den Fokus nur auf das nächste Match zu legen. Nach einer Weile können wir uns dann anschauen, wo wir stehen.“

Personell sollten Ivo Vastic alle Spieler zur Verfügung stehen. Markus Pink, der beim 7:0-Kantersieg in der 1. Runde des ÖFB-Cups in Rudersdorf krankheitsbedingt passen musste, kehrt wieder zurück.