Erstellt am 17. Februar 2012, 16:15

20. Runde im Zeichen des Derby-Jubiläums. Das Wiener Fußball-Derby Rapid gegen Austria feiert am Samstag (18.30 Uhr) im Ernst-Happel-Stadion Jubiläum.

Rapid geht als Tabellenführer in die 300. Auflage des Schlagers. Salzburg ist gegen Sturm auf Wiedergutmachung nach dem Europacup-Debakel aus. Innsbruck empfängt im Tivoli-Stadion die Admira. Mattersburg will mit Offensive Ried zu Hause knacken. Kapfenberg - Wr. Neustadt wurde abgesagt.

Beim Derby sehen sowohl Rapids Trainer Peter Schöttel als auch sein Austria-Gegenüber Ivica Vastic die aktuellen Stärken beider Teams in der Defensive. Schöttel tut sich mit der Einschätzung des Gegners schwer, nicht nur weil mit Junuzovic und Barazite zwei Leistungsträger den Verein verlassen haben. "Ivo kann ich als Trainer noch nicht so gut einschätzen. Deshalb beschäftige ich mich in der Matchvorbereitung nicht zu sehr mit der Austria, sondern eher mit unseren Stärken", meinte Schöttel. Vastic ist schon ganz heiß auf das Spiel: "Wir sind gut vorbereitet. Jetzt warten wir voller Anspannung, dass es losgeht." Um den jetzigen Austria- und ehemaligen Rapid-Stürmer Roman Kienast macht er sich trotz der zu erwartenden Schmährufe der Rapid-Fans keine Sorgen: "Roman ist Fußballer durch und durch. Wenn er auf dem Platz steht, will er alles geben, egal wer auf der anderen Seite steht."

In Salzburg hängen vor dem Spiel gegen Sturm Graz (Sonntag, 16.00 Uhr) die Köpfe. Das 0:4-Debakel gegen Metalist Charkiw ist nur schwer zu verdauen. Mit einem Sieg gegen Sturm soll wieder Normalität einkehren. Salzburgs Mittelfeldspieler Jakob Jantscher: "Wir haben alles vermissen lassen, was wir uns vorgenommen haben. Zum Glück geht es am Sonntag gleich weiter, und da müssen wir eine Reaktion zeigen." Trainer Moniz will das Abschlusstraining abwarten, um etwaige Personalveränderungen zu entscheiden. Sturm-Graz-Trainer Foda hingegen will auf jeden Fall Änderungen vornehmen. "Ich überlege zwei, drei Umstellungen", gab der Deutsche zu Protokoll. Sturm liegt derzeit drei Punkte hinter Rapid, eine Niederlage bei den noch punktegleichen Salzburgern kann man sich eigentlich nicht leisten.

Sowohl für Wacker Innsbruck als auch für Aufsteiger Admira ist das direkte Duell in Tirol am Samstag (16.00 Uhr) der Aufgalopp in die Frühjahrsmeisterschaft. Weil die eisigen Plätze beider Teams in der Vorwoche keine Partien zuließen, wird es am Tivoli erstmals ernst. Die Trainer, deren Teams durch vier Punkte getrennt sind (Admira als Sechster 28 Punkte, Innsbruck als Siebter 24), hoffen auf einen gelungenen Start.

Der Frühjahrsauftakt der Fußball-Bundesliga ist sowohl Mattersburg als auch Ried misslungen. Am Samstag (18.30 Uhr) lechzen die Teams im direkten Duell nach dem ersten Erfolgserlebnis des Jahres. Mattersburg-Coach Franz Lederer will vor allem in der Offensive ansetzen, um die Rieder zu besiegen: "In der Defensive war es (beim 0:1 gegen Sturm Graz, Anm.) in Ordnung, aber nach vorne ging fast nichts. Wir wissen, dass wir mehr Schmackes in die Offensive legen müssen", betonte Lederer. Gludovatz stapelte wie gewohnt tief und beklagte sich über den Terminplan: "Wir werden versuchen, auf die Witterungsverhältnisse abgestimmt zu spielen, um einen Punkt zu machen. Mit Spielen bei diesen Verhältnissen wird die Marke Fußball beschädigt", meinte Gludovatz.