Erstellt am 21. Oktober 2012, 18:03

2:0-Sieg der "Veilchen" gegen Rapid. Die Austria hat sich am Sonntag mit einem hochverdienten Sieg im 303. Wiener Fußball-Derby als erster Verfolger von Red Bull Salzburg etabliert.

Die "Veilchen" setzten sich in der zwölften Bundesliga-Runde vor 12.500 Zuschauern in der heimischen Generali Arena gegen den Erzrivalen Rapid mit 2:0 (1:0) durch, Matchwinner war Gorgon mit seinen Toren in der 29. und 52. Minute. Die Stöger-Truppe liegt damit als neuer Zweiter weiterhin einen Punkt hinter Salzburg, den enttäuschenden Rapidlern fehlen bereits vier Zähler auf den Tabellenführer. Dass die Niederlage für die Grün-Weißen vor den Augen von ÖFB-Teamchef Marcel Koller und vier Tage vor dem Europa-League-Heimspiel gegen Bayer Leverkusen nicht höher ausfiel, hatten sie der mangelhaften Chancenauswertung der Austria zu verdanken.

Die Austria dominierte die Partie von Beginn an nach Belieben, zeigte sich in der Abwehr sattelfest, im Mittelfeld spielfreudig und im Angriff stets brandgefährlich. Lediglich die Chancenauswertung von Hosiner, Jun und Co. ließ zu wünschen übrig. Die Hütteldorfer hingegen ließen ohne ihren am Auge verletzten Kapitän Hofmann jede Ordnung vermissen und kamen weder mit dem Gegner noch mit dem rutschigen Terrain zurecht.

Die Entstehung des Austria-Führungstores stand symbolisch für die allgemeine grün-weiße Indisponiertheit. Nach Pass von Jun wehrte Königshofer einen Hosiner-Schuss kurz ab, woraufhin Katzer - obwohl völlig unbedrängt - den Ball an die eigene Stange bugsierte. Gorgon stand goldrichtig und erzielte mit einem Schuss ins lange Eck sein erstes Derby-Tor (29.).

In der 52. Minute jedoch gelang den Violetten die Vorentscheidung. Nach einem Eckball von Simkovic durfte Gorgon am kurzen Eck aus nicht einmal zwei Metern einköpfeln - Boyd, Katzer und Königshofer waren interessierte Zuschauer. Danach prägten Härteeinlagen vor allem von Rapid-Seite die Partie, diesbezüglicher Höhepunkt war Gelb-Rot für Prager in der 74. Minute. Andere Spieler wie Burgstaller oder Trimmel entgingen nur haarscharf einem Ausschluss.

Rapid beendete damit erstmals seit 1969 ein Kalenderjahr ohne Derby-Tor und wartet bereits seit sieben Duellen mit dem Erzrivalen (vier Niederlagen, drei Remis, Torverhältnis 1:12) auf einen Sieg. Außerdem kassierte Königshofer am Sonntag doppelt so viele Gegentreffer wie in allen bisherigen fünf Liga-Auswärtsspielen in dieser Saison. Die Austria wiederum feierte ihren ersten Heimsieg über Rapid seit Mai 2010 und kam nach nur einem Punkt aus den jüngsten zwei Spielen wieder zu einem vollen Erfolg.

Leader Salzburg feierte am Samstag gegen den Wolfsberger AC den vierten Sieg in Folge. Schlusslicht Innsbruck gewann im ersten Spiel unter Neo-Trainer Roland Kirchler 1:0 gege Ried. Wr. Neustadt drehte das Niederösterreich-Derby gegen die Admira zum 2:1-Sieg und Sturm und Mattersburg trennten sich torlos.