Erstellt am 22. Dezember 2011, 17:01

4. PLatz für Dujmovits in Carezza. Snowboard-Doppelweltmeister Benjamin Karl mit seinem 14. Weltcup-Erfolg und Siegfried Grabner mit Platz drei haben am Donnerstag in Carezza/Karerpass für einen aus heimischer Sicht gelungenen Parallelslalom gesorgt. Julia Dujmovits rundete das gute ÖSV-Resultat mit Platz vier ab.

Das Trio machte damit auch perfekte Werbung für den nächsten Weltcupbewerb am 13. Jänner am Jauerling.

Auf der schwierigen, von Schlägen durchsetzten Piste, bei zeitweise leichtem Schneefall und äußerst diffusem Licht setzte sich Karl, der sich am Vortag im Parallelriesentorlauf noch mit Rang zwei zufriedengeben hatte geben müssen, im Finallauf gegen den Schweizer Simon Schoch durch. Karl hatte allerdings schon in der ersten Runde gegen Matthew Morison nach einem Sturz im ersten Lauf und der damit verbundenen Strafzeit von 1,29 Sekunden zittern müssen, profitierte schließlich aber von einem Ausritt des Kanadiers im zweiten Heat.

Altmeister Grabner, der zuletzt im Februar auf einem Weltcuppodest gestanden war, war in den ersten Runden souverän gefahren, ehe er Schoch trotz gewonnenem ersten Laufs im Halbfinale noch um den Hauch von sechs hundertstel Sekunden unterlag. Andreas Prommegger als Fünfter und der junge Steirer Sebastian Kislinger als Siebenter komplettierten ein mannschaftlich starkes ÖSV-Resultat.

"Das ist das schönste Weihnachtsgeschenk, das ich mir selbst machen konnte", sagte Karl. "Dass ich jetzt mit dem gelben Trikot auf den Jauerling komme, macht mich besonders stolz. Es gibt mir Berge, dass mich meine Fans dort schon von weitem erkennen werden." Und Grabner jubelte über sein Comeback: "Die Freude über diesen dritten Rang ist riesig, weil ich bis vor fünf Monaten noch nicht gewusst habe, ob ich nach meiner Knöcheloperation jeweils wieder Snowboard-Rennen fahren kann."

Dujmovits, die wie Karl schon am vergangenen Donnerstag beim Parallel-Riesentorlauf in Telluride triumphiert hatte, musste sich im kleinen Finale Anke Carstens geschlagen geben und war prompt nicht ganz zufrieden: "Da wäre noch mehr möglich gewesen", sagte die Burgenländerin. Der Sieg ging an die Schweizerin Patrizia Kummer.