Erstellt am 21. Dezember 2013, 15:06

Abderhalden-Sieg in Val d'Isere - Hütter Dritte. Cornelia Hütter ist erstmals in ihrer jungen Karriere auf das Podest eines Weltcuprennens gefahren.

Die 21-jährige Steirerin belegte am Samstag in der von vielen Stürzen überschatteten Abfahrt von Val d'Isere hinter der erstmals siegreichen Schweizerin Marianne Kaufmann-Abderhalden und Weltcup-Titelverteidigerin Tina Maze aus Slowenien Platz drei. Auch Lindsey Vonn musste ihre Fahrt abbrechen. Die Highspeed-Strecke Oreiller-Killy in La Daille wurde wie so oft von einigen Läuferinnen etwas unterschätzt. Allerdings sorgten Rippen in den Kurven sowie wechselhafte Sicht für schwierige Verhältnisse. Am schwersten für ihren Fahrfehler bezahlte die Super-G-Vizeweltmeisterin von 2009, Marie Marchand-Arvier, die mit einer Schulterverletzung abtransportiert wurde. Sie ist nach den beiden Schladming-Weltmeisterinnen Marion Rolland und Tessa Worley der nächste Ausfall im französischen Skiteam.

Vonn musste vor den Augen ihres prominenten Freundes Tiger Woods nach einem heftigen Schlag auf ihr verletztes Knie die Fahrt stoppen. Sie brach noch auf der Strecke in Tränen aus und griff sich auf das Knie. Die Olympiasiegerin fuhr danach zwar selbstständig ins Ziel ab, humpelte dort aber sichtbar. "Das Knie hat einfach nachgegeben. Es ist nicht mehr stabil. Aber wenn ich in weniger Rennen starte, ist auch das Risiko niedriger", versicherte Vonn.

Es waren nur einige Facetten eines verrückten Rennens, in dem Hütter bis zum Schluss um ihren ersten Podestplatz bangen musste. So etwa raste die Norwegerin Lotte Smiseth Sejersted mit Startnummer 37 noch auf Platz fünf. Die Steirerin hatte mit der "ungeliebten" aber an diesem Tag nicht ungünstigen Startnummer eins eine Zeit vorgelegt, die lange Zeit hielt. Nur die Schwester des früheren Schwinger-Königs Jörg Abderhalden, die mit 27 Jahren zu ihrem ersten Weltcupsieg kam, und als einzige aus der Topgruppe Maze konnten die 21-jährige aus Kumberg bei Graz noch überholen.

Selbst Tina Weirather bleib hinter der jungen Österreicherin. Während Hütter damit im erst 13. Weltcuprennen (9. Abfahrt) ihren ersten Podestplatz sicher hatte, reichte der Liechtensteinerin Rang vier zur Übernahme der Weltcup-Gesamtführung, weil Lara Gut über Platz 25 nicht hinauskam.

Die übrigen ÖSV-Läuferinnen konnten mit Hütters Ausbruch nicht mithalten. Elisabeth Görgl wurde Zehnte, Mitfavoritin Anna Fenninger lieferte als Elfte ihr schwächstes Saisonergebnis ab.