Erstellt am 26. Mai 2012, 15:22

Alaba richtet Blick nur nach vorne. David Alaba darf eine sensationelle persönliche Saison-Bilanz beim deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München ziehen.

Die Krönung blieb dem 19-jährigen Senkrechtstarter aber verwehrt, in Meisterschaft, Cup und Champions League reichte es jeweils nur zu Platz zwei. Im ÖFB-Teamcamp in Seefeld richtet Alaba den Blick aber schon wieder nach vorne. "Dieses Finale war natürlich sehr bitter und enttäuschend. Es hat sicher ein bisschen gedauert, das zu verdauen. Wir waren alle sehr, sehr traurig. Aber wir schauen nach vorne, es geht weiter. Wir wollen nächste Saison wieder voll angreifen", meinte Alaba. Das Fußball-Drama gegen Chelsea musste der Wiener aufgrund seiner Sperre von der Tribüne aus verfolgen, dadurch wurde die Qual für ihn noch weitaus größer.

Die "Bild"-Zeitung hat Alaba zum wertvollsten Bayern-Akteur der vergangenen Saison geadelt. Eine Auszeichnung, die Alaba natürlich ehrt. Dass sein Name in der Gerüchteküche mittlerweile mit Clubs wie FC Barcelona oder Manchester United in Verbindung gebracht wird, lässt ihn aber zumindest nach außen hin kalt. "Ich weiß nichts davon und lasse mich nicht verrückt machen."

Schwach werden könnte der Sohn eines Nigerianers und einer Philippinin wohl bei einem Angebot von Arsenal, schließlich waren die "Gunners" aus London in seiner Kindheit sein absoluter Traumclub. Allerdings läuft Alabas Vertrag beim FC Bayern bis Ende Juni 2015.

Mit der Entwicklung des Teams ist Alaba zufrieden. "Wir sind in den vergangenen Jahren zusammengewachsen, das kann man in jedem Training und Spiel sehen. Wir agieren als Team sehr, sehr gut." Bei den Bayern schaffte Alaba als linker Verteidiger den Durchbruch, im ÖFB-Team will Trainer Marcel Koller aber Alabas Ausnahmekönnen weiterhin für den Spielaufbau im Mittelfeld nützen. Und das gefällt Alaba auch: "Ich kann auch andere Positionen spielen. Aber ich fühle mich im Mittelfeld einfach am wohlsten."

Dass er bei der EM am ehesten mit den Deutschen sympathisiert, ist angesichts seiner Bayern-Kollegen wie Manuel Neuer, Bastian Schweinsteiger, Thomas Müller oder Mario Gomez logisch. "Natürlich drücke ich meinen Teamkollegen von Bayern München die Daumen. Aber ich werde sicher nicht mit dem Deutschland-Trikot vor dem Fernseher sitzen."