Erstellt am 19. März 2014, 23:59

von Bernhard Fenz

„Alle wehren sich, keiner bricht weg“. Erste Liga / Parndorf-Trainer Paul Hafner steht mit seiner Elf mitten im Abstiegskampf. Entspannung sieht er keine. Noch nicht.

Foto: Csw  |  NOEN, Csw
Von Bernhard Fenz

Ja, es wäre ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt gewesen, hätte der SC/ESV Parndorf nach den Siegen bei der Vienna und in Pasching gegen Liefering auch in Kapfenberg etwas mitgenommen.

x  |  NOEN, Fenz
Weil aber zu viele Chancen vergeben wurden und die schwächelnden Gastgeber per Elfer noch zum glücklichen 2:1 kamen, ist es vorbei mit der Glückseligkeit der Ungeschlagenheit. Bis auf das 1:4-Intermezzo in Altach am 22. November 2013 waren die Nordburgenländer mit 20 Punkten aus neun Spielen bärenstark unterwegs.

Altach ist alles, nur kein Freispiel 

Um die zweite Pleite in Folge zu vermeiden – und nach der positiven Stabilisierung so nicht weiter unter Druck zu geraten – sollte am Freitag wieder angeschrieben werden, auch wenn der Gegner Altach heißt. Hafner: „Jeder Punkt zählt, auch gegen Altach.“

Schließlich ist das weitere Programm durchaus prickelnd. Nach dem Titelfavoriten wartet mit Horn am kommenden Dienstag auswärts ein direkter Gegner, ehe Mattersburg ins Heidebodenstadion kommt. Dann folgen wieder zwei Auswärtspartien in Lustenau und Hartberg.

„Wir sind spielerisch ausgerichtet – daher ist das sicher kein Vorteil für uns.“
Altach-Trainer Damir Canadi vor dem Spiel in Parndorf und den schweren, weil holprigen, Platzverhältnissen.

Umso wichtiger ist es für den Chefcoach, einen Polster auf den Relegations- und Abstiegsplatz zu halten, denn: „Alle wehren sich im Kampf gegen den Abstieg, keiner bricht weg. Davon bin ich auch ausgegangen. Zwar haben sich manche gewundert, dass die Horner zuletzt Austria Lustenau geschlagen haben. Nur war nicht zu erwarten, dass die plötzlich alles verlieren. Es bleibt eng.“

Am 11. April steht das Heimspiel gegen die Vienna am Programm. Dann könne man eine vorsichtige Zwischenbilanz vor den letzten sieben Runden ziehen. „Zumindest traue ich mir dann wahrscheinlich zu, ein Gefühl zu äußern. Vorher ist das alles kein Thema, außerdem müssen wir ohnehin von Spiel zu Spiel schauen.“

Da hat der SC/ESV mit Altach noch zwei Rechnungen offen – zumindest, was die Quantität am Platz betrifft, wie der Chefcoach weiter ausführt: „Beim 0:2 daheim hat Schiedsrichter Grobelnik zwei Spieler von uns in der ersten Halbzeit vom Platz gestellt, auch beim 1:4 in Altach waren wir durch eine Rote geschwächt. Mit Elf gegen Elf hätten wir in beiden Partien punkten können. Es gilt daher, Ausschlüsse zu vermeiden und trotzdem kampfstark aufzutreten.“

Tomas Horvath könnte wieder zurückkehren 

Hafners Gegenüber Damir Canadi wiederum sieht in Parndorf eine Mannschaft, die „sich stabilisiert hat. Wir werden uns aber dementsprechend einstellen.“ Einstellen müsse sich seine Elf auch auf die Platzverhältnisse. So es nicht feucht oder regnerisch ist, droht das Spiel wie gegen St. Pölten eine besonders holprige Angelegenheit zu werden. „Wir sind eine Mannschaft, die spielerisch ausgerichtet ist – daher ist das sicher kein Vorteil. Aber das sind Dinge, die wir ohnehin nicht beeinflussen können“, sagt der Wiener Chefcoach der Vorarlberger.

Personell könnte Tomas Horvath (muskuläre Probleme im Bereich Oberschenkel/Adduktoren) wieder einsetzbar sein – zumindest als kopfballstarker Joker. Martin Marosi wiederum ist nach der in Kapfenberg erlittenen Rippenprellung noch kein Thema.