Erstellt am 24. November 2010, 00:00

Alles passt zusammen, leider. TIPP3 BUNDESLIGA / Das knappe 0:1 in Salzburg geht mit der aktuellen Situation in Mattersburg konform: Der Aufwand wird nicht belohnt.

Robert Waltner (r., gegen Ibrahim Sekagya) blieb ein Tor verwehrt. Das Mattersburger Auftreten in Salzburg war speziell nach der Pause couragiert, in Stein gemeißelt bleibt aber das 0:1.GEPA  |  NOEN
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VON BERNHARD FENZ

Vielleicht sind die Profis des SVM ja nicht fleißig genug. Das Glück hat bekanntlich nur der Tüchtige. Ginge es nach dem Sprichwort, hätte aber Meister Salzburg in Wahrheit verlieren müssen – die Bullen wurschtelten sich vom Feinsten zu dem knappen Erfolg.

Abseits von Bauernregeln darf die Mattersburger Tüchtigkeit jedoch sehr wohl hinterfragt werden, gerade in der aktuellen Situation. Denn der Abstiegskandidat muss Spielverläufe scheinbar mehr denn je mit aller Kraft erzwingen, bekämpfen, was auch immer. Fakt ist, dass das Auftreten in Wals Siezenheim speziell nach der Pause passte, der Erfolg stellte sich in der Offensive aber nicht ein – und ohne Tor wird’s problematisch. Trainer Franz Lederer: „So wie die Verteidiger hinten bedingungslos attackieren müssen, ist es auch notwendig, dass die Spieler vorne voll reingehen müssen, um zu einem guten Abschluss zu kommen. Was nützen sonst die besten Chancen?“

Gegen Sturm Graz soll es  Bürger wieder richten

Die mangelnde Verwertung der Möglichkeiten hier, die schwache erste Hälfte da, die null Punkte am Ende der Partie, all das gibt Lederer keinen Grund zur Freude: „Es passt derzeit alles ein bisschen zusammen.“ Jetzt kommt Sturm Graz. Die Steirer müssen heute, Mittwoch, noch das Nachtragsmatch in Salzburg absolvieren, reisen aber so oder so als Titelaspirant an. Ein Plus könnte in dieser Hinsicht sein, dass sich der SVM keinen Kopf über das Zepter am Platz machen muss. Die Burgenländer werden Sturm wohl das Spiel überlassen können, um effizient zu kontern. Das klappte vor allem gut mit Patrick Bürger, der nach seiner Sperre auch wieder dabei ist. Derzeit ist der 23-Jährige die personifizierte Torhoffnung. Lederer zur Ausgangslage: „Die ist genau gleich wie in Salzburg oder gegen Rapid.“ Mattersburg muss also wieder fleißig sein.