Erstellt am 03. August 2011, 00:00

Annäherung an das Auswärts-Optimum. TIPP3 BUNDESLIGA / So wie der SVM in Graz und Salzburg aufgetreten ist, fehlt in der Ferne nicht mehr viel zum Jubel.

 |  NOEN
VON BERNHARD FENZ

Nur zwei Zähler aus drei Spielen: Wenn es an der aktuellen Lage des SV Mattersburg etwas zu bekritteln gibt, dann ist es der Punktestand. Das sind die Nachwehen des Auftakts gegen Wiener Neustadt, irgendwie bleibt das 1:2 dadurch (noch) allgegenwärtig. Diese Partie war ein Selbstfaller das waren nicht wir.

So ein Kommentar verwundert nicht: Cheftrainer Franz Lederer hat nach den beiden Spielen in Graz und Salzburg die Argumente auf seiner Seite, um die erste Runde als Streichresultat zu bewerten. Erst das 2:2 bei Meister Sturm, jetzt das 0:0 bei Vizemeister Salzburg: Mattersburg präsentierte sich bis auf wenige Augenblicke kompakt und setzte (zumindest phasenweise) auch gute Akzente nach vorne.

Zwar fruchteten die Gegenstöße nicht immer (Lederer: Wir haben hart gegen den Ball gearbeitet, waren dann aber im Ballbesitz nicht immer konsequent genug), trotzdem ist es angenehm, einer Mattersburger Mannschaft zuzuschauen, die das Runde nicht blind aus dem Gefahrenbereich befördert, sondern auch einen konkreten Offensivplan verfolgt. Das war schon mal anders &

Hätten es noch ein Stück  besser machen können

 

Also sind die beiden Unentschieden hoch zu bewerten. Der dürftige Punktestand soll sich nach den Erkenntnissen aus Graz und Salzburg über kurz oder lang zum Positiven verändern dann, wenn erste Siege auf der Haben-Seite stehen. Deshalb will Lederer auch nicht vom Optimum sprechen, wenn er an die Bullen oder Salzburg zurückdenkt: Natürlich bleiben wir bescheiden. Trotzdem hätten wir es noch ein Stück besser machen können unzufrieden sind wir aber sicher nicht. Die Truppe ist gut eingespielt und hat sich die jüngsten Leistungen hart erarbeitet das tut gut.

Am Samstag steht die erste Hauptrunde im ÖFB-Samsung-Cup am Programm, der SVM ist bei den Kapfenberg-Amateuren (Regionalliga Mitte) gefragt. Danach wartet mit Aufsteiger Admira noch ein weiteres Auswärtsmatch, ehe es gegen Ried und Innsbruck endlich wieder im Pappelstadion zur Sache geht. Was jetzt bleibt, ist der Wunsch nach dem ersten Dreipunkter.

Goalie Thomas Borenitsch: Wir haben gezeigt, dass wir auf einem guten Weg sind. Diesen Trend wollen wir fortsetzen. Der 29-Jährige hat den Patzer aus der ersten Runde gegen Wiener Neustadt (als ihn Gästetormann Jörg Siebenhandl bei einem weiten Abschlag überhoben hatte) übrigens bereits mit dem 2:2 in Graz überwunden, wie er schmunzelnd erzählte: Zu Beginn bin ich dort zwar intuitiv zwei Schritte zurück gegangen, da war das noch nicht ganz weg. Mittlerweile ist die Szene aber kein Thema mehr. Es gibt auch keinen Grund dazu.