Erstellt am 07. August 2015, 06:31

von Bernhard Fenz

Anonyme Ärgernisse für Schiri-Boss. Ein Schreiben sorgte bei Schiri-Boss Günter Benkö und beim Fußballverband für Unruhe. „Das war unterste Schublade.“

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Es war Gesprächsthema im Zuge der letzten BFV-Vorstandssitzung: Schiedsrichterobmann Günter Benkö und Fußballverbands-Präsident Gerhard Milletich erhielten einen anonymen Brief, in dem, wie im Protokoll nachzulesen ist, „massive Drohungen ausgesprochen wurden“.

„Keine konkreten Punkte, vorwiegend Drohungen“

Besagte Drohungen seien so massiv, dass man überlege, gar weitere Schritte einzuleiten. Soweit werde es nun aber doch nicht kommen, wie Milletich klarstellt: „Ich sehe das entspannt, solche Schreiben haben für mich keine Bedeutung. Die Kritik war unverständlich – weil es keine konkreten Punkte, sondern vorwiegend Drohungen gab.“

Sinngemäß seien laut BFV-Geschäftsführer Simon Knöbl die Schiedsrichter und der Verband attackiert worden, Stichwort bewusste Benachteiligungen von Vereinen, inklusive nicht druckreifer Androhungen – und alles anonym.

Benkö sah sich in der Folge veranlasst, den Brief in der Verbands-Chefetage zur Sprache zu bringen. „Wir sind viel gewohnt, aber das war schon unterste Schublade.“

Benkö erhielt anonyme Rücktrittsaufforderung

Vom Zeitraum her wurde das Schreiben scheinbar kurz nach Ende der Meisterschaft verfasst – wo naturgemäß in Auf- und Abstiegsangelegenheiten die Emotionen noch kochen.

Während Milletich („wenn Kritik, dann bitte mit Absender und sachlich“) einen Brief dieser Sorte zum ersten Mal erhalten hat, hat der ehemalige Spitzen-Referee Benkö immer wieder mal mit, wie er sagt, „komischen E-Mails“ und dergleichen zu tun. „Am vergangenen Wochenende etwa bin ich anonym per SMS aufgefordert worden, abzutreten. So etwas kommt schon einmal vor.“

Für Kritik sei er offen, „wenn sie nicht anonym, sachlich und begründet ist. Dann bin ich auch stets zu einer Stellungnahme bereit.“