Erstellt am 26. September 2012, 00:00

Arbeit gegen Frust. Tipp3 Bundesliga / Nach der 1:5-Pleite bei der Admira hängt der Mattersburger Haussegen schief. Zum Glück geht‘s gleich weiter.

Purer Frust: Lukas Rath, Ado Mravac, Martin Rodler, Manuel Prietl und Patrick Farkas (v.l.) ließen bei der Admira die Köpfe hängen.Fenz  |  NOEN
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Von Bernhard Fenz

Heute, Mittwoch, wird die zweite Runde im ÖFB-Samsung-Cup abgeschlossen. Der SV Mattersburg tritt dabei um 16 Uhr bei Bad Vöslau, in Runde eins sensationell Sieger gegen St. Pölten, an. Aktuell führt die von Willi Kreuz betreute Mannschaft in Niederösterreich die Tabelle der 1. NÖN Landesliga an. Große Reden verliert Trainer Franz Lederer vor diesem Duell trotzdem nicht, der SVM ist haushoher Favorit: „Wir wollen dort einfach anständig unsere Arbeit erledigen. Alles andere wäre unprofessionell.“

Und das wiederum wäre in Zeiten wie diesen doppelt bitter. Unprofessionell wirkten die Grün-Weißen bereits am Samstag in der Bundesliga. Das 1:5-Debakel bei der Admira gehörte zu den sportlich dunkelsten Mattersburger Kapiteln im Oberhaus. Lederer: „Man kann 5:1 verlieren, aber die Art und Weise war einfach ein Wahnsinn. Bis auf eine kurze Phase hat der spürbare Glaube komplett gefehlt.“

In einem Bereich, wo „keiner sein will“ 

So verspielte der SVM die tolle Bilanz der ersten sechs Runden, als sich die Burgenländer mit zwölf Punkten bereits zum Überraschungsteam hochgearbeitet hatten. Ein Umstand, der den Chefcoach klarerweise ärgert: „Plötzlich sind wir in einem Bereich, wo keiner sein will und in dem ich die Mannschaft vom Potenzial her auch nicht sehe.“

Die nächste Chance auf ein deutliches Zeichen in der Bundesliga ergibt sich am Samstag beim Lokalschlager in Wiener Neustadt. Dort fordert Lederer eine entsprechende Leistungssteigerung ein.

Im Lager der Niederösterreicher wird die jüngste (Negativ-)Entwicklung des SVM übrigens nicht überbewertet. Der Respekt bleibt groß, wie Trainer Heimo Pfeifenberger klarstellt: „Mattersburg ist stark, es wird die Tagesverfassung entscheiden.“ Aber: „Können wir unser Potenzial abrufen, ist was drin.“

Personell muss Martin Rodler nach seiner Ampelkarte ein Spiel Sperre absitzen, dafür kehrt Alois Höller retour. Michi Mörz war bei der Admira nicht im Kader (Lederer: „Er hat Oberschenkel-Probleme, darum war er nicht dabei.“), sein Einsatz wird sich erst entscheiden.

Eine Hiobsbotschaft ereilte Dominik Doleschal. Der 23-Jährige, nach seiner langen Verletzungspause (Hüfte und Kreuzbandriss) endlich wieder halbwegs fit, schied in der Ostliga bei den SVM Amateuren gegen die Rapid-Fohlen ohne Fremdeinwirkung mit erneutem Verdacht auf Kreuzbandriss aus. Sein Coach glaubt trotzdem weiter an den Deutsch Tschantschendorfer: „Mit unserer Unterstützung kann er es schaffen, wieder zurückzukommen.“