Erstellt am 02. Juli 2013, 16:54

Arnautovic soll Kfz-Steuer unterschlagen haben. Wieder Wirbel um Marko Arnautovic: Wie die Tageszeitung "Österreich" ebenso wie die deutsche "Bild"-Zeitung am Dienstag berichteten, muss sich der ÖFB-Teamstürmer wegen des Verdachts auf Kfz-Steuerhinterziehung vor einem Münchner Gericht verantworten.

Sein Bremer Anwalt Udo Würtz dementierte jedoch die Zeitungsberichte: "Es ist nicht einmal klar, ob es überhaupt einen Gerichtstermin gibt." Arnautovic wurde im Oktober 2012 in München von der Polizei angehalten. Bei der Kontrolle seines Porsche fiel das Wiener Kennzeichen auf. Da der 24-Jährige seinen Wohnsitz in Bremen hat, wurden die Beamten aufmerksam. Wie "Österreich" berichtete, forderten die Finanzbehörden eine Steuernachzahlung in der Höhe von 765 Euro für das Luxusauto. Da Arnautovic dem nicht nachkommen wollte, soll sich die Strafe auf 120.000 Euro, also 30 Tagsätze zu je 4.000 Euro, vergrößert haben.

Sein Anwalt Würtz bestätigte den Strafbefehl der Behörden. Dieser sei bei einem angenommenen Jahreseinkommen von 1,4 Mio. Euro netto jedoch "völlig überdreht". Demnach müsste Arnautovic bei Werder Bremen über zwei Mio. Euro brutto verdienen. Wie Würtz vermerkte, ist der Porsche ohnedies auf die in Wien lebende Mutter des österreichischen Stürmers zugelassen, womit sich der Sachverhalt der Steuerhinterziehung gar nicht ergebe.

Die Akte liegt nun bei Gericht, wobei laut Würtz vorerst nicht einmal geklärt sei, ob die Behörde in München in diesem Fall überhaupt zuständig sei, da Arnautovic in Bremen gemeldet ist. Für den Bremer Anwalt ist deshalb klar: "Marko Arnautovic hat ein schlechtes Image. Diese Sache wird einfach hochgebauscht."

Für den noch urlaubenden Wiener sind die Berichte aber trotzdem unangenehm. Denn Arnautovic steht unter dem neuen Werder-Trainer Robin Dutt auf dem Prüfstand. Nach seiner nächtlichen Autobahn-Raserei in der Schlussphase der abgelaufenen Saison wurde der Stürmer ebenso wie sein Teamkollege Eljero Elia vom Club bis Saisonende suspendiert. Die beiden Profis sollen unter Dutt nun eine neue Bewährungsprobe erhalten.