Erstellt am 29. August 2011, 13:52

Arnautovic zurück im ÖFB-Team und schweigt. Marko Arnautovic hat sich bei seiner Rückkehr in die österreichische Fußball-Nationalmannschaft ungewohnt wortkarg präsentiert. Laut offiziellen Angaben entschied der Legionär von Werder Bremen in Absprache mit der ÖFB-Führung, bis zum EM-Qualifikationsspiel am Freitag in Gelsenkirchen gegen Deutschland am Freitag keine öffentlichen Stellungnahmen abzugeben.

So blieb es anderen vorbehalten, über den streitbaren Offensivspieler zu sprechen. "Es ist gescheiter, wenn er sich aufs Training konzentriert", meinte Dietmar Constantini. Der Teamchef rechtfertigte seine Maßnahme, Arnautovic nachzunominieren, obwohl er den Wiener aufgrund diverser Eskapaden seit den Niederlagen gegen Belgien und die Türkei im März mit Hinweis auf die Bedeutung des Kollektivs nicht berücksichtigt hatte.

"Ausschlaggebend war, dass er mich angerufen hat und wir uns ausgetauscht haben", erzählte Constantini, der nach wie vor eine hohe Meinung vom 22-Jährigen hat. "Er ist ein Spieler, der den Unterschied ausmachen kann."

Die Vorfälle in Istanbul, wo Arnautovic nach der 0:2-Niederlage in der Kabine mit Stefan Maierhofer aneinandergeraten war, wollte der ÖFB-Coach nicht überbewerten.Constantini betonte, er habe vor der Nachnominierung von Arnautovic mit jenen Spielern gesprochen, die dem Werder-Stürmer am reserviertesten gegenüberstehen - dazu zählen vor allem die arrivierten ÖFB-Internationalen.

Der Tiroler machte Arnautovic nach eigenen Angaben aber auch klar, dass er sich keine weiteren Verfehlungen leisten könne. "Ich habe ihm gesagt, was Sache ist. Wenn das nicht eingehalten wird, ist er weg", erklärte Constantini.

Die restlichen Teamspieler waren bemüht, der Rückkehr von Arnautovic, der in Bad Tatzmannsdorf ein Einzelzimmer erhielt, keine allzu große Bedeutung beizumessen. Laut Kapitän Mark Janko wurde mit Arnautovic über die Vorfälle vom März nicht gesprochen. Das "Sprechverbot" für Arnautovic bewertete Janko positiv. "Für die Journalisten ist es nicht gut, weil sie weniger zu schreiben haben. Aber für uns ist es sicher kein Nachteil."