Erstellt am 21. Oktober 2013, 19:50

Atletico ewartet in Wien "komplizierte Aufgabe". Die Tatsache, dass Debütant Austria in den ersten 180 Minuten der Champions League nur einen Gegentreffer kassiert hat, sorgt auch bei Dienstag-Gegner Atletico Madrid für eine Portion Respekt.

"Die Austria ist eine sehr gut organisierte Mannschaft, ein starkes Kollektiv. Porto und Zenit hatten große Probleme, Gefahr zu erzeugen", erklärte Trainer Diego Simeone vor dem Abschlusstraining in Wien. Dementsprechend bezeichnete Simeone die Defensive rund um Kapitän Manuel Ortlechner und Florian Mader, aber auch die wieder fitten Offensivkräfte Tomas Jun und Marko Stankovic als stärkste Waffen der Austrianer. "Auf uns wartet eine komplizierte Aufgabe", meinte auch Thibaut Courtois, der belgische Tormann des Tabellenzweiten der Primera Division.

Das 0:1 am Samstag gegen Espanyol Barcelona, die erste Saisonniederlage der Madrilenen, haben Courtois und Co. offenbar schnell weggesteckt. "Es ist klar, dass man zwischendurch auch einmal verliert. Aber wir sind trotzdem erhobenen Hauptes nach Wien gekommen. Jetzt konzentrieren wir uns auf das nächste Spiel, für uns ist jede Partie wie ein Finale", sagte Courtois.

Einsatz von Diego Costa fraglich

Der Einsatz von Diego Costa ist aufgrund einer Entzündung im Knöchel weiter offen. Der Goalgetter der Spanier hat am Montagabend mit Atletico trainiert, könnte aber zunächst nur auf der Ersatzbank Platz nehmen. Für Nenad Bjelica, seinen einstigen Gegenspieler in gemeinsamen Spanien-Zeiten, hatte Simeone ebenfalls lobende Worte parat: "Bjelica hat sich als Spieler in Spanien etabliert. Als Trainer schätze ich ihn als sehr intelligenten Mann, der eine ausgeglichene Mannschaft geschaffen hat."

Die spanischen Medien haben im Vorfeld der Partie auch an das jüngste Gastspiel eines spanischen Teams in Wien erinnert. Dieses war am 3. Dezember 2009 nicht nur sportlich wenig ruhmvoll verlaufen. Während der 0:3-Niederlage der Austria in der Europa League gegen Athletic Bilbao war es im damaligen Horr-Stadion zu schweren Ausschreitungen gekommen. Das Spiel hatte nicht zuletzt aufgrund eines Platzsturms einiger Fans sogar für 20 Minuten unterbrochen werden müssen. Die Austria war daraufhin von der UEFA - u.a. mit einem "Geisterspiel" ohne Zuschauer - hart bestraft worden.