Erstellt am 03. Oktober 2011, 15:11

Auch Schiemer und Jantscher sagten für EM-Quali ab. Österreichs Fußball-Nationalmannschaft hat vor den letzten EM-Qualifikationsspielen am Freitag in Baku gegen Aserbaidschan und am darauffolgenden Dienstag in Astana gegen Kasachstan zwei weitere Ausfälle hinzunehmen. Nach Emanuel Pogatetz (Rückenprobleme) und Martin Harnik (Muskelprobleme) sagten am Montag auch die beiden Salzburg-Kicker Franz Schiemer und Jakob Jantscher ab.

Deshalb nahm Interims-Teamchef Willi Ruttensteiner gleich drei Nachnominierungen vor: Veli Kavlak, Stefan Kulovits und Neuling Georg Margreitter rücken demnächst ins ÖFB-Camp in Bad Tatzmannsdorf ein. Schiemer laboriert laut Ruttensteiner noch an den Nachwirkungen seines Sehnenrisses im Oberschenkel, Jantscher macht eine Knieverletzung zu schaffen.

Nach einem Telefonat mit Austria-Trainer Karl Daxbacher entschloss sich Ruttensteiner am Sonntagabend zur Einberufung von Margreitter - auch deswegen, damit Admira-Innenverteidiger Christopher Dibon der U21-Auswahl von Andreas Herzog in den wichtigen EM-Quali-Partien gegen die Niederlande und Schottland zur Verfügung steht.

Von Kavlak, der mit seinem Club Besiktas erst am Montag auswärts gegen Gaziantepspor im Einsatz ist, erwartet sich Ruttensteiner viel. "Er ist im zentralen Mittelfeld vorgesehen, kann aber auch außen spielen und mit seinen technische Fähigkeiten auf Kunstrasen wertvoll sein." Durch die Nachnominierungen sei der Kader so strukturiert, "dass wir die Länderspiele gut bestreiten können".

Ein längeres Gespräch führte Ruttensteiner bereits mit dem potenziellen Debütanten Philipp Hosiner. "Ich habe ihm gesagt, dass er beim Nationalteam am richtigen Ort ist, wenn er genauso spielt wie bei der Admira", erzählte der Interims-Teamchef, der sich auch kurz mit "Rot-Sünder" Marko Arnautovic unterhielt. "Für mich war das eine Rote Karte, er selbst sieht es nicht so", sagte Ruttensteiner über den Tritt des Werder-Legionärs am Sonntag gegen Hannover-Kicker Sergio Pinto.