Erstellt am 15. Mai 2015, 13:38

von Bernhard Fenz

Aufstieg? Parndorf statt Ritzing fix. Wie die Fußball-Bundesliga eben bekanntgegeben hat, wurde Ostliga-Fast-Meister Ritzing die Lizenz auch in zweiter Instanz verwehrt!

Bald wieder Erstliga-Boden? Das Heidebodenstadion in Parndorf.  |  NOEN, BVZ
Den Mittelburgenländern bleibt nur noch der Gang vor das Ständige Neutrale Schiedsgericht – noch ist aber nicht sicher, ob dieser Schritt überhaupt gesetzt wird. Die Chancen auf eine positive Lizenz sind jedenfalls verschwindend klein.

Parndorf nun als heißer Aufstiegskandidat

Somit ist der Weg zu einem möglichen Aufstieg in die Sky Go Erste Liga frei für den SC/ESV Parndorf, aktuell Zweiter und bereits im Besitz der Bundesliga-Lizenz. Der Relegationsgegner wird wohl Austria Klagenfurt heißen.
 
Die Nordburgenländer haben also ein Ticket für die Relegation fast schon fix in der Tasche. Sportlich muss Parndorf dafür aber zumindest Zweiter bleiben (drei Runden vor Schluss sechs Punkte Vorsprung auf die Vienna, besseres Torverhältnis inklusive).

Wären zwei (Nichtamateur-)Klubs am Ende der Saison vor dem SC/ESV, dann würde das Aufstiegsrecht erlischen. Obmann Gerhard Milletich: „Platz zwei ist das erklärte Ziel, dann ist natürlich alles möglich.“

Gegner aus RL Mitte heißt Austria Klagenfurt

In der Relegation (Anfang Juni mit Hin- und Rückspiel) wird der Gegner, wenn Parndorf Zweiter bleibt, übrigens Austria Klagenfurt heißen. Die Kärntner, aktuell Führender der Regionalliga Mitte, erhielten die Lizenz und werden somit gegen den Ostliga-Vertreter um den Aufstieg in die Sky Go Erste Liga antreten.

In der Regionalliga West – wo in diesem Jahr der Direktaufstieg möglich ist – hat Tabellenführer Austria Salzburg übrigens ebenfalls die Lizenz in zweiter Instanz erhalten (so wie auch Admira Wacker in der Tipico Bundesliga und LASK in der Ersten Liga).

„Schade für Mannschaft und sportlichen Bereich“

Auf Seiten des SC Ritzing war die Stimmung nach Erhalt des negativen Bescheids klarerweise entsprechend gedämpft. Grund für das „Nein“ in zweiter Instanz seien laut Aussendung neue Themenkreise gewesen, die „in dieser Zeitspanne nicht mehr abgearbeitet werden konnten.“

Laut Aussendung werde Ritzing-Anwalt Wolfgang Rebernig nun den Beschluss und einen möglichen Rekurs für die nächste Instanz, das unabhängige Neutrale Schiedsgericht, prüfen, um doch noch die Lizenz zu erhalten.

Obmann Harald Reißner: „Ich finde es wirklich schade für die Mannschaft und den gesamten sportlichen Bereich, die großartige Arbeit geleistet haben.“ Auf der anderen Seite habe man in den erst knapp zwei Jahren, in denen Profifußball in Ritzing ein Thema ist, schon sehr viel aufgebaut.

„Ich hoffe natürlich auf eine positive Entscheidung des unabhängigen Schiedsgerichtes und werde ungeachtet dessen die Weiterentwicklung des SC Ritzing sowohl auf wirtschaftlicher und infrastruktureller, wie auch auf sportlicher Ebene mit aller Konsequenz vorantreiben“, betonte Reißner.