Erstellt am 31. Juli 2012, 16:09

Auftakt-Out von Florett-Fechter Schlosser. Roland Schlosser hat am Dienstag in London seinen ersten Kampf im olympischen Turnier der Degen-Fechter verloren und ist damit ausgeschieden. Der Vorarlberger unterlag dem chinesischen Weltranglisten-Neunten Lei Sheng in der Runde der letzten 32 mit 9:15. Bei seiner zweiten Olympia-Teilnahme 2008 in Peking hatte Schlosser das Achtelfinale bzw. Rang 15 erreicht. 2004 in Athen war er 23.

Der in Kopenhagen lebende Familienvater hatte sich gegen Lei einen Plan zurechtgelegt und diesen zunächst gut umgesetzt. "Es war ein Konzept aus Verteidigung und Offensive. Ich habe gut angefangen", erklärte Schlosser. Nach dem Stand von 2:2 zog der Asiate jedoch auf 9:3 davon, das war die Vorentscheidung. "Es waren da ein paar fragliche Entscheidungen, aber sie gehen in Ordnung", äußerte sich der 29-Jährige fair.

Schlosser aber wurde dadurch aus seinem Konzept gebracht. "Das hat mich leicht aus der Bahn geworfen, da war ich kurz ein bisschen ratlos." Zwar holte er auf 6:9 auf, aber nicht mehr. "Ich habe gewackelt und Lei hat noch drei, vier Punkte draufgelegt. Er ist nicht ohne Grund Top Ten und ich nur Weltranglisten-33.", erläuterte der Fechtclub-Salzburg-Athlet. Vorzuwerfen habe er sich nichts.

Zufrieden war Schlosser auch damit, dass er technisch durchaus entsprochen hatte. "Wenn ein Gefecht über die Aktionswahl entschieden wird, kann ich damit leben", begründete der Softwareentwickler. "Denn mit schlechten Entscheidungen in einem Kampf kann man noch leben, nicht aber mit technischen Fehlern." Allerdings wäre in mehr richtigen Entscheidungen wohl auch der Schlüssel zum Erfolg gewesen. "Der Quantensprung ist sich leider nicht ausgegangen, auf den ich hingearbeitet habe."