Erstellt am 15. Januar 2014, 23:59

Aus Italien nach Parndorf. Erste Liga / Parndorf hat sich nach Daniel Randak (20) nun auch mit Jürgen Prutsch (24) verstärkt – er war seit 2010 in Italien engagiert. In Mattersburg sind Legionäre am Prüfstand.

Neo-Parndorfer: Jürgen Prutsch, am Samstag noch Kapfenberger Testpilot, ist fix beim SC/ESV. Foto: Gepa  |  NOEN, GEPA pictures/ Patrick Leuk
Von Bernhard Fenz

Es kommt Bewegung ins Transferspiel. Mit dem SC/ESV Parndorf hat der erste burgenländische Erste-Liga-Vertreter Neuzugänge fixiert.

Vorige Woche war es Daniel Randak von den Rapid Amateuren, der für das Mittelfeld geholt wurde, Perspektive hat und mit 20 Jahren (5.10. 1993) noch dazu das Jahrgangs-Kriterium für eine Bestimmung der Ersten Liga erfüllt. Denn mindestens vier junge Kicker (Stichtag 1.1. 1992) müssen am Spielbericht aufscheinen, wenigstens einer davon in der Startformation. Randak ist so auch in dieser Hinsicht eine sinnvolle Personalaktie.

Von der Adria an den Neusiedler See 

Aber nicht nur er wird künftig die Parndorfer Dress überstreifen. Auch Jürgen Prutsch konnte verpflichtet werden. Von ihm erwartet sich Trainer Paul Hafner einiges: „Er sollte eine Verstärkung sein, die ganz sicher von Beginn weg entsprechende Qualität einbringt.“

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Noch am Samstag testete der gebürtige Grazer (der auch schon bei Sturm und Altach unter Vertrag war) für den SV Kapfenberg beim 1:2 gegen Didi Kühbauers WAC, am Montag erfolgte aber die Einigung mit Parndorf.

Nach vier Jahren Italien nun wieder zurück

Bereits im Sommer stand Jürgen Prutsch übrigens vor einem möglichen Österreich-Comeback, als er mit Grödig in Verbindung gebracht worden war. Letztlich blieb er jedoch in Italien. Jenem Land, wo er von Jänner 2010 bis Jänner 2013 bei Livorno unter Vertrag gestanden war, ehe er schließlich vor einem Jahr in die dritthöchste Spielklasse (Serie C1 B) zu Barletta Calcio wechselte. In der südostitalienischen Adria-Hafenstadt kickte er auch im Herbst, nun erfolgte die Rückkehr.

Dass der zentral offensiv universell einsetzbare Spieler in Parndorf landete, freute Sportdirektor Andreas Hackstock klarerweise: „Er ist kein unbeschriebenes Blatt und möchte unbedingt wieder in Österreich Fuß fassen.“ Was man sich vom Neuzugang erwarte? „Dass er im zentralen Mittelfeld für Ordnung sorgt und das Spiel lenkt.“

Spieler aus Kroatien und aus der Slowakei zu Gast

Damit sollte das Parndorfer Transferprogramm abgeschlossen sein. Noch nicht fix ist lediglich, ob Sebastian Wimmer noch bis zum Sommer bleibt, oder ob die Wiener Austria ihren Leihspieler zurückholt. Bis morgen, Donnerstag, bliebe den Violetten noch Zeit. Tendenziell sieht es aber eher danach aus, als ob Wimmer auch im Frühjahr im Nordburgenland tätig sein wird.

Beim SV Mattersburg werden die Fühler aktuell nach Spielern im Mittelfeld ausgestreckt. Seit Montag ist Mario Brkljaca als Trainingsgast an Bord. Er kommt laut dem Sportlichen Leiter Franz Lederer als „Achter oder Zehner“ in Frage, soll also im Fall des Falles vor allem in spielerischer Hinsicht seinen Teil zu einer Qualitätssteigerung beitragen.

SVM zu „70 Prozent“ mit Innenverteidiger-Testpilot

Der Profi stammt aus Zagreb, kickte bei NK, ehe er über Hajduk Split, den italienischen Sardinien-Klub Cagliari und wieder Hajduk schließlich in Russland bei Sibir Novosibirsk in der dortigen 1. Division landete. „Wir haben uns über Ivo Smudla (Anmerkung: Der aktuelle Akademie-U16-Trainer ist Kroate) zusätzlich schlau gemacht und werden ihn uns in dieser Woche genau ansehen.“

Beim ersten Testspiel am Freitag (17 Uhr) gegen Sollenau soll aber nicht nur Brkljaca zu sehen sein (erst danach wird übrigens entschieden, ob es zu einem Transfer kommen könnte), auch der Slowake Michal Gasparik wird sich aller Voraussicht nach empfehlen dürfen. Der linke Mittelfeldspieler war zuletzt bei Spartak Trnava tätig.

Weitere Trainingsgäste sollten – so die Suche erfolglos bleibt – übrigens folgen, wobei auch ein Innenverteidiger dabei sein könnte. Lederer bezifferte diese Möglichkeit mit „70 Prozent“.

Daniel Siegl dürfte in Stegersbach bleiben 

Spätestens nach dem BFV-Hallenmasters mehrten sich auch die Gerüchte, wonach Stegersbach-Techniker Daniel Siegl die Mannschaft aus der Regionalliga Richtung Mattersburg verlassen könnte. Aktuell sieht es aber eher danach aus, als ob der 25-Jährige noch weiter im Südburgenland kicken dürfte. Siegl gab gegenüber der BVZ jedenfalls an, dass er bis zum Sommer bleiben werde.