Erstellt am 02. August 2011, 14:45

Aussprache zwischen Rapid-Funktionären und Fans. Das derzeit gestörte Verhältnis zwischen Fußball-Rekordmeister Rapid und Teilen der Fans ist am Montagabend Gegenstand eines Treffens zwischen Vereinspräsident Rudolf Edlinger, Generalmanager Werner Kuhn und Clubservice-Leiter Andy Marek sowie Fan-Vertretern von "United we stand" gewesen. Das offene und sehr intensiv geführte Gespräch brachte allseits Einsicht zutage.

Das derzeit gestörte Verhältnis zwischen Fußball-Rekordmeister Rapid und Teilen der Fans ist am Montagabend Gegenstand eines Treffens zwischen Vereinspräsident Rudolf Edlinger, Generalmanager Werner Kuhn und Clubservice-Leiter Andy Marek sowie Fan-Vertretern von "United we stand" gewesen. Das offene und sehr intensiv geführte Gespräch brachte allseits Einsicht zutage.

Die Teilnehmer legten ausführlich ihre Standpunkte dar, nur eine Lösung gab es freilich (noch) nicht. Sie waren nach der rund vierstündigen Diskussion aber einig, dass die Ereignisse nach dem Platzsturm während des Wiener Derbys im Hanappi-Stadion gegen Austria am 22. Mai und an den Tagen danach "in jeder Weise überzogene Handlungen und Reaktionen" gebracht hätten, hieß es dazu am Dienstag in einer Pressemitteilung seitens des Clubs. Der Platzsturm wurde "in seiner Art und Weise als Fehlverhalten dargestellt und verurteilt".

In der Aussprache wurde von den Vereinsverantwortlichen eingeräumt, dass bestimmte Formulierungen überzogen gewesen wären, die man mit Abstand zu diesem Ereignis nicht mehr so verwenden würde. Dadurch wäre es zu einer "pauschalierten Verurteilung der Rapid-Fans" gekommen. Ebenso gemeinsam wurde festgehalten, dass die Fan-Kultur, die europaweite Anerkennung genieße, "eine nicht wegzudenkende Identifikation in Grün-Weiß" sei und dieses Attribut weiterhin Bestandteil des SK Rapid sein müsse.

Die Unterstützung, die die Anhänger der Westtribüne seit Saisonbeginn wegen des Mitte Juni von Rapid verkündeten Zehn-Punkte-Maßnahmen-Katalogs verweigern, wird es vorerst jedoch weiter nicht geben. Der Maßnahmen-Katalog sieht u.a. vor, dass Derbys künftig im Happel-Stadion ausgetragen werden, die Verursacher mit einem Regressbetrag von 1.000 Euro belegt wurden und der Zutritt mit Jahres-Abos für die West- oder Ost-Tribüne nur noch gegen Vorlage eines Lichtbildausweises möglich ist und die Abos nicht mehr weitergegeben werden dürfen.