Erstellt am 18. Mai 2012, 12:54

Austria entscheidet am Montag über Vastic-Zukunft. Am Tag nach einer der schmerzhaftesten Niederlagen der vergangenen Jahre hat bei der Wiener Austria die Aufarbeitung der verkorksten Saison begonnen. Wirtschaftsvorstand Markus Kraetschmer und sein für den sportlichen Bereich zuständiger Kollege Thomas Parits begannen am Freitag mit einer umfassenden Analyse der abgelaufenen Spielzeit.

Für die "Veilchen" endete die Saison durch das 1:3 bei Sturm Graz erstmals seit zehn Jahren mit dem Verpassen eines Europacup-Startplatzes. Welche Folgen dies für Trainer Ivica Vastic haben könnte, wird am Montagabend im Rahmen einer Sitzung des Verwaltungsrats entschieden. Der Vertrag des Ex-Teamspielers hätte sich im Falle einer Qualifikation für die Europa League automatisch verlängert, nun scheint der Abschied des 42-Jährigen fix.

Für Kraetschmer hatte das enttäuschende Abschneiden aber nicht nur mit Vastic zu tun. "Ich verwehre mich dagegen, den vierten Platz ausschließlich am Trainer festzumachen und zu glauben, mit einem neuen Trainer wird alles gut", sagte der Wiener, dessen Club eine Option auf Verlängerung des Vastic-Kontraktes besitzt.

Vastic trat im Winter überraschend die Nachfolge von Karl Daxbacher an, schaffte es aber nicht, die damals viertplatzierten Wiener nach vorne zu bringen. Nicht nur die fehlenden positiven Resultate, auch das defensiv angelegte Spielsystem des ehemaligen Offensivkünstlers sorgten bei den Fans bald für Unmut - "Vastic raus"-Sprechchöre waren in den vergangenen Wochen bei jedem Austria-Match zu hören.

Nach der Niederlage gegen Sturm Graz war wohl auch Vastic selbst bewusst, was die Stunde geschlagen hat. "Mir ist klar, dass wir die Ziele nicht erreicht haben. Ich weiß, dass mein Vertrag aus ist, will den Dingen aber nicht vorgreifen."