Erstellt am 21. Oktober 2013, 16:01

Austria fordert Atletico im Wiener Happel-Stadion. Nach den zwei spielerisch starken Darbietungen gegen den FC Porto (0:1) und Zenit St. Petersburg (0:0) will sich die Austria am Dienstag gegen Atletico Madrid mit dem ersten Tor und vielleicht sogar mit dem ersten Sieg in der Champions League belohnen.

Die Partie im wohl ausverkauften Happel-Stadion stellt aber für die Wiener die von der Papierform her bisher schwierigste Aufgabe in Gruppe G dar. "Atletico bildet mit FC Barcelona und Real Madrid die Top Drei in Spanien. Es ist ein wunderbares Privileg, dass wir gegen sie spielen dürfen", meinte Austria-Trainer Nenad Bjelica.

Die Austria hat hingegen von den jüngsten zehn Pflichtspielen nur eines gewonnen. Mit Marko Stankovic und Tomas Jun kehren aber zwei verletzt gewesene Schlüsselspieler ins Aufgebot zurück.

Die ersten beiden Auftritte in der Königsklasse haben dem 42-Jährigen und seinen Kickern wichtige Erkenntnisse beschert. "Das sind auch nur Fußballer wie wir. Vielleicht mit etwas mehr Qualität. Aber mit mehr Einsatz kann man diese Qualität kompensieren", sagte der Kroate.

Atletico unterschätzt Austria nicht

Die Austria ist für Atletico natürlich eine eher unbekannte Größe. "Unterschätzen werden sie uns aber ganz sicher nicht", glaubte Bjelica. Sein Respekt vor seinem Gegenüber Diego Simeone, dessen 4-4-2-System ansonsten meist perfekt greift, ist riesig: "Er ist einer der besten Trainer der Welt, wenn nicht der allerbeste."

Schließlich hat Atletico in den vergangenen Jahren die Europa League, den UEFA-Supercup und den spanischen Cup geholt. "Und das mit einem Kader, den man mit Mannschaften wie Real oder Barca nicht vergleichen kann", zog Bjelica den Hut. Bjelica ist bekennender Spanien-Fan, schließlich hat er in den 1990er-Jahren fast sieben Jahre lang für Albacete, Betis Sevilla und Las Palmas gespielt.

Bis Montagmittag waren für die Partie knapp 42.500 Tickets verkauft, das Fassungsvermögen beträgt 48.000 Zuschauer. Bjelica ist überzeugt, dass die Fans ein entscheidender Faktor werden könnten. "Wir werden versuchen, die Fans mit Einsatz und Aggressivität zu begeistern, dann werden wir eine super Stimmung haben", meinte der Cheftrainer.

Und auch Sportvorstand Thomas Parits hofft, dass das Happel-Stadion am Dienstagabend zu einem Hexenkessel wird: "Wenn uns da mit etwas Glück die Führung gelingt, dann brodelt das Stadion."