Erstellt am 20. August 2012, 11:32

Austria heftet sich an Fersen von Rapid. Die Austria bleibt Spitzenreiter Rapid in der Bundesliga auf den Fersen. Nach fünf Runden liegen die Violetten bei je vier Siegen und einer Niederlage punktgleich mit dem Erzrivalen auf Platz zwei.

Das 1:0 der Austria in Ried am Sonntag ging zwar nicht als Fußball-Leckerbissen in die Geschichtsbücher ein, den Wienern durfte dies aber egal sein. Vor allem Peter Stöger konnte sich damit rühmen, in Personalentscheidungen wieder den richtigen Riecher gehabt zu haben. Dass ausgerechnet Alexander Grünwald im Finish einer in erster Linie aufgrund der Temperaturen hitzigen Partie den Treffer zum Arbeitssieg beisteuerte, hätte vor der Partie wohl niemand erwartet. Der in der zweiten Spielhälfte eingewechselte Kärntner stand in den bisherigen vier Saisonauftritten aufgrund von muskulären Problemen nicht einmal im Kader. Erneut zeigte sich, dass die Austria auf Impulse von der Bank zählen kann.

Bereits in der Vorwoche hatte mit Marko Stankovic ein Wechselspieler den 1:0-Erfolg gegen die Admira sichergestellt. Schon davor hatte Austria-Trainer Stöger immer wieder betont, mit dem Konkurrenzkampf im Kader mehr als zufrieden zu sein. Trotzdem sind die Violetten weiter auf der Suche nach einem Stürmer.

"Das war eine ganz wichtige Partie. Dass wir so starten, war zu erhoffen, aber nicht unbedingt zu erwarten", meinte der nach Schlusspfiff von den mitgereisten Fans gefeierte Stöger. Schmerzend sind derzeit nur die Verletzungen von Roman Kienast und Alexander Gorgon, die beide in den nächsten Wochen ausfallen könnten.

Ried ging nach einer laut Anel Hadzic "mehr als unnötigen Niederlage" bereits zum zweiten Mal in dieser Saison in der Keine-Sorgen-Arena als Verlierer vom Platz. Wie in der Europa-League-Qualifikation gegen Legia Warschau schlug sich der betriebene Aufwand der Innviertler nicht in Punkten nieder. Macht in der Tabelle Rang fünf. "Wir sind nach wie vor nur drei Punkte hinten, müssen uns aber diese Niederlage selbst zuschreiben", sagte Hadzic.