Erstellt am 06. Mai 2012, 12:32

Austria-Trainer Vastic hat "keine Angst um Job". Die Tiefschläge kommen derzeit im Drei-Tages-Rhythmus. Nach dem Aus im Cup-Halbfinale in Ried hat Austria-Trainer Ivica Vastic am Samstag auch die 2:3-Niederlage bei der Admira zugesetzt.

Drei Runden vor Schluss fehlen den Wienern in der Fußball-Bundesliga drei Punkte auf Platz drei und damit einen sicheren internationalen Startplatz.

Die Austria-Führung will Vastic aber die Chance geben, das Ziel Europacup zu erreichen. Nur dann verlängert sich sein Vertrag über Saisonende hinaus. Die Austria-Fans hatten schon in der Südstadt mit "Vastic raus"-Rufen und Transparenten ihrem Unmut Luft gemacht und nach Spielende auch den Mannschaftsbus eine halbe Stunde lang blockiert. Vastic denkt aber nicht daran, aufzugeben.

"Ich habe keine Angst um meinen Job. Die Vereinsführung steht zu mir", meinte Vastic. Zumindest solange eine Zielerreichung möglich ist. "Solange wir noch die Chance haben, Dritter zu werden, wird Ivica Vastic unser Trainer sein", erklärte Austrias Sport-Vorstand Thomas Parits in der Südstadt. In den vergangenen neun Runden gab es nur zwei Siege, dazu das Cup-Aus in Ried. Am Sonntagvormittag war Parits für keine Stellungnahme erreichbar.

Sollte es nur zu Platz vier reichen, müssten die Wiener paradoxerweise auf einen Meistertitel ihres Erzrivalen Rapid hoffen. Die Austria wäre dann nur international vertreten, wenn Rapids Titelkonkurrent Salzburg gleichzeitig den Cup gewinnt. Sollten die Salzburger aber das Double holen, ginge der dritte Startplatz in der Europa-League-Qualifikation selbst bei einer Niederlage im Cupfinale an Ried.

Vastic will sich auf die eigenen Aufgaben konzentrieren. "Wir werden bis zur letzten Runde kämpfen", versicherte der 42-Jährige. "Ich möchte die Saison unbedingt zu Ende machen, denn ich weiß, was in der Mannschaft steckt." Gezeigt hat sie es in der Südstadt nur in der Schlussphase, als sie nach 0:3-Rückstand beinahe noch ein Remis geholt hätte.

"Die Mannschaft hat die Fan-Proteste nicht verdient. Sie hat sich bis zum Schluss reingehängt", betonte Vastic. Er selbst müsse die Kritik wegstecken.