Erstellt am 20. August 2014, 12:20

von Martin Ivansich

Fokussiert nach Wales. Der Golser Georg Tischler reist heute nach Swansea (Wales), wo er am Wochenende bei der Behinderten-EM im Speerwurf und im Kugelstoßen an den Start geht.

Zuversichtlich. Georg Tischler will in Wales vorne mitmischen und bei seiner Paradedisziplin Kugelstoßen auf das Siegerpodest.  |  NOEN, Franz Baldauf
„Ich bin sehr zuversichtlich, speziell was das Kugelstoßen anbelangt.“ Georg Tischler steigt heute in den Flieger nach Wales, wo er am Wochenende im Speerwurf und im Kugelstoßen um EM-Edelmetall kämpft.

Starke Vorbereitung von Georg Tischler

Mit viel Optimismus und einer Menge Vorfreude geht es der Burgenländer an, immerhin hat er eine starke Vorbereitung hinter sich: „Ich bin von Verletzungen und Infektionen verschont geblieben. Das war fast noch nie der Fall. Außerdem habe ich bei der letzten Leistungsdiagnostik ähnlich gute Werte gezeigt, wie vor der Weltmeisterschaft in Frankreich, wo ich Silber geholt habe. An der Fitness kann es also nicht liegen“, so Tischler.

Im Speerwurf (Freitag, 17 Uhr) rechnet sich der Leichtathlet nur minimale Chancen auf einen Stockerlplatz aus: „Da sind im Normalfall die ersten drei Ränge vergeben. Hier geht es für mich wohl um Platz vier bis sechs.“ Nicht viel Zeit zur Regeneration bleibt Tischler nach dem Speerwurf-Bewerb. Schon am Samstag um 9 Uhr steht das Kugelstoßen auf dem Programm.

Freude über Rückkehr der Lieblingsdisziplin

Neben dem dichten Programm wird auch das Wetter in Swansea eine Rolle spielen. „Ein Teil unsere Delegation ist schon vor Ort. Es ist regnerisch, windig und kühl. Also nicht gerade optimale Bedingungen, damit müssen aber alle Sportler leben“, berichtet der ehrgeizige Paralympics-Sieger von Athen 2004.

„Da bleibt nicht wirklich viel Zeit zum Verschnaufen. Ich bin aber froh, dass Kugelstoßen wieder dabei ist“, freut sich der 52-Jährige. Zuletzt war ja seine Paradedisziplin im Wettkampfkalender nicht vorgesehen. Umso entschlossener startet er nun im Kugelstoßen: „Da ist eine Medaille das Ziel. Ich bin topfit und werde alles dafür geben.“