Erstellt am 13. April 2012, 13:36

Beruhigung nach Streit um Erste-Liga-Format. Einen Tag nach der Diskussion um das künftige Format der Ersten Liga waren Bundesliga-Vorstand Pangl und ÖFB-Präsident Windtner bemüht, die Wogen zu glätten.

Pangl hatte am Donnerstag gemeint, eine zweithöchste Spielklasse mit 16 Vereinen sei "wirtschaftlich nicht tragbar". Der ÖFB reagierte darauf mit einer Aussendung, in der von einer "absolut unverständlichen Vorgangsweise" die Rede war.

Danach nahm Pangl Kontakt mit Windtner, ÖFB-Generaldirektor Alfred Ludwig und Sportdirektor Willi Ruttensteiner auf. "Wir werden dieses Thema sachlich abarbeiten. Ich will keine weiteren Emotionen schüren", sagte der Liga-Vorstand am Freitag der APA. Windtner sprach von einer "absolut unnotwendigen Aufregung. Es geht darum, optimale Strukturen beim Übergang vom Amateur- in den Profi-Fußball zusammenzubringen und dabei unvoreingenommen in die Gespräche zu gehen."

Im Gegensatz zur Bundesliga wünschen sich die Landesverbände des ÖFB eine Aufstockung, um den Meistern der Regionalliga einen Direktaufstieg in die Erste Liga zu ermöglichen. Gefallen an einer Erweiterung könnten aber auch die Topclubs Red Bull Salzburg, Rapid und Austria finden, damit ihre Amateure in der zweithöchsten Liga Praxis sammeln können.

Derzeit dürfen zweite Mannschaften von Bundesligisten höchstens in den Regionalligen engagiert sein - und auch dort rumort es. So kündigte der Tiroler Landesverband vor wenigen Tagen seinen Rückzug aus der Westliga an. "Deshalb haben wir Handlungsbedarf", meinte Windtner. Zwar sehen die Regularien trotz des Vorhabens der Tiroler einen Weiterbestand der Westliga für die kommenden zwei Jahre vor, dennoch möchte der ÖFB-Chef das Problem so schnell wie möglich lösen. "In drei Monaten wollen wir alles wesentlichen Fakten auf dem Tisch haben."