Erstellt am 12. Juni 2013, 00:00

Bewegung auf Raten. Erste Liga / In Parndorf sieht man sich nach dem geschafften Aufstieg zwar um neue Spieler um, große Änderungen wird es aber nicht geben.

Jubeln, was das Zeug hält: Die Parndorfer Crew tanzte am Freitagabend nach dem 1:0-Erfolg im Linzer Stadion ausgelassen – kein Wunder: Im Hinspiel gewannen die Nordburgenländer mit 2:1, dann wurde der Aufstieg gegen Blau Weiß Linz fixiert und entsprechend bejubelt.Bernhard Fenz  |  NOEN
Von Bernhard Fenz

Freitagabend tanzten die Spieler des SC/ESV Parndorf nach dem 1:0-Relegationssieg gegen Blau Weiß Linz noch im Kollektiv erst durch das Linzer Stadion, dann auf der Raststation in St. Pölten (mit den Fans) und irgendwann in Wien oder sonstwo. Seitdem ist Ausruhen und Urlaub angesagt, schließlich geht es bereits am 20. Juni wieder Los. An diesem Donnerstag bittet Trainer Paul Hafner, der diesmal nicht wie gewohnt nach Tirol in den Urlaub fahren wird, sondern daheim abrufbar bleibt, zum Vorbereitungsstart auf die Erste Liga. Dabei soll sich eine erneuerte, aber in ihren Grundpfeilern trotzdem gleichgebliebene Parndorfer Mannschaft für den Saisonstart am 19. Juli fitmachen.

Völlig Ident wird der neue Kader jedenfalls nicht mit jenem der Saison 12/13 sein. „Schoko“ Jailson wechselt zu Austria Lustenau, Aleksandar Palalic wird den SC/ESV ebenfalls verlassen und Christoph Schneider wechselt aus beruflichen Gründen in die 1b. Parallel dazu soll der bisher 17 Spieler (plus zwei Torleute) umfassende Kader auf 20+2 vergrößert werden. Nach Adam Riese sind angesichts von drei Abgängen also sechs Neuzugänge nötig, um auf das quantitative Erste-Liga-Niveau zu gelangen. Bislang vermeldeten die Nordburgenländer die Transfers von Marjan Markic (Draßburg) und Patrick Kienzl (Neusiedl), vier Spieler fehlen also noch.

„Wir können auch in der Ersten Liga mithalten“ 

In der neuen Spielklasse will der zweite Neo-Burgenland-Klub neben Absteiger Mattersburg jedenfalls rasch Fuß fassen und sich etablieren. Chancen dazu? Obmann Gerhard Milletich: „Wäre ich nicht überzeugt, dass wir auch oben mithalten können, hätten wir den Aufstiegskampf nicht in der Form angenommen. Trotzdem gehört der Kader vergrößert, es wartet mit 36 Spielen eine intensivere Saison.“ Intensiv ist demnach auch die Vorbereitung auf die neue Liga, im Vergleich zum erstmaligen Aufstieg im Jahr 2006 muss Milletich mit seinem Team aber jetzt weniger schwitzen. Schließlich ist die (erstliga-taugliche) Infrastruktur im Heidebodenstadion seitdem bestehen geblieben. „Darum haben wir diesmal auch einige Sorgen weniger. Es sind vielleicht einige Kleinigkeiten zu adaptieren, im Großen und Ganzen steht aber alles.“

Neu ist dafür die sportlich attraktive Komponente. Neben einigen Ostösterreich-Duellen (Horn, Vienna, St. Pölten) lockt vor allem das Derby gegen Mattersburg – das hat sich der Parndorf-Boss, nachdem der SVM den bitteren Gang nach unten antreten musste, vor dem Beginn der Relegationsspiele gewunschen: „Künftig gibt es jetzt sowohl ein Linzer Derby, als auch ein Burgenland-Derby.“

Wann die rot-goldenen Schlager gegen Mattersburg steigen werden, steht noch nicht fest – dieses kleine Rätsel wird erst die Auslosung auflösen.