Erstellt am 04. Juli 2012, 00:00

„Bin optimal vorbereitet“. SEGELN / Andreas Geritzer nimmt im August zum bereits vierten Mal an Olympischen Sommerspielen teil – es werden seine letzten Olympia-Wettkämpfe als Aktiver sein.

Optimistisch. Andreas Geritzer freut sich auf seine vierte Teilnahme bei Olympischen Spielen. Der Routinier peilt nach Silber 2004 in Athen nun in England seine zweite Medaille an – gut möglich, dass London das letzte Olympia-Kapitel des Neusiedlers als Aktiver sein wird. GEPA  |  NOEN
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VON MARTIN IVANSICH

Für Andi Geritzer sind Olympische Spiele nichts Neues. Der 35-jährige Wahl-Neusiedler nimmt in London, genauer gesagt vor Weymouth, zum bereits vierten Mal an den Spielen teil. Der ganz große Erfolg gelang im Jahr 2004 in Athen.

Zweite Medaille nach  Athen 2004 soll folgen

Dort holte er in seiner Paradedisziplin „Laser“ Olympia-Silber. An dieses Highlight will Geritzer heuer anknüpfen: „Platzierungstechnisch ist mein Ziel natürlich ein Podestplatz“, so die ehrgeizige Ansage. Deshalb befindet sich unser Segel-Ass bereits seit einigen Wochen gemeinsam mit den anderen österreichischen Teilnehmern direkt im Olympiarevier, um sich auf den großen Saisonhöhepunkt vorzubereiten. „Seit 19. Juni bin ich in England, um mich bestmöglich für die Spiele in Schuss zu bringen.“ Am Freitag geht es für Geritzer noch kurz nach Hause, ehe er ab 16. Juli seine Zelte im Olympischen Dorf aufschlägt und mit viel Optimismus an seine Aufgabe herangehen wird: „Wir haben ein routiniertes Team, das wirklich gut eingespielt ist. Von daher blicke ich mit viel Zuversicht auf die Spiele.“

2016 in Rio bereits als  Trainer im Einsatz …?

Es könnten übrigens seine letzten sein. Geritzer: „Wenn ich so in meinen Körper hineinhöre, dann ist London schon eine ordentliche Herausforderung.“

Vier Jahre sind zwar eine lange Zeit, in der noch viel pasieren kann. Aber derzeit sieht es somit eher danach aus, als würde der gebürtige Wiener eine Teilnahme an den Spielen 2016 in Rio de Janeiro (Brasilien) ausschließen. „Dabei sein könnte ich trotzdem – es muss ja nicht unbedingt als Aktiver sein“, spielt Geritzer auf eine mögliche Rolle als Trainer an. „Und auch als Coach kann man Erfolge feiern.“

Das alles sind aber im Moment nur Spekulationen. Jetzt gilt die volle Konzentration dem 6. August, da startet der Laserbewerb. „Natürlich wär es am schönsten, das olympische Kapitel mit Edelmetall abzuschließen“, erhofft sich Andi Geritzer einen tollen Abschluss. So oder so kann sich der zweifache Familienvater aber nichts vorwerfen: „Ich gehe optimal vorbereitet in den Bewerb und werde eben dort meine ganze Routine in die Wagschale werfen. Am Ende will ich auf jeden Fall sagen können, dass ich mein Bestes gegeben habe.“