Erstellt am 03. Oktober 2015, 20:27

Bitteres Ende der SVM-Heimserie. Der SV Mattersburg kassierte mit einem 0:4 gegen die Admira nicht nur eine empfindliche Pleite, sondern muss auch das Ende einer Serie zur Kenntnis nehmen.

 |  NOEN, APA/Bernhard Fenz
Saisonübergreifend gelangen in den letzten acht Partien sieben Siege und ein Remis, nun ging Grün-Weiß wieder einmal als verdienter Verlierer vom Platz. 

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MATTERSBURG – ADMIRA 0:4. Die Partie begann von beiden Seiten aus flott, für den ersten Paukenschlag sorgte dann aber auch gleich die Admira. Einen Corner der Gäste verlängerte Dominik Starkl per Kopf, der Ball machte sich auf die Reise Richtung langes Eck, wo Stephan Zwierschitz nur noch zu seinem ersten Saisontreffer einnicken musste. In der Folge tat sich Mattersburg schwer, in die Gänge zu kommen und konstruktive Angriffe vorzutragen. Meist scheiterte es am letzten – oder teilweise auch am vorletzten Pass. Gleichzeitig hielten die Niederösterreicher ihren Gegner gekonnt von der Gefahrenzone fern.


Einmal wurde es Markus Pink zu bunt, sein scharfer Schuss war aber um einen Meter zu hoch. Da waren 23 Minuten gespielt - von der Mattersburger Gefährlichkeit, die den Aufsteiger in dieser Saison schon so oft ausgezeichnet hatte, war äußerst wenig zu sehen.
Anders die Admira, die nach einer knappen halben Stunde eine weitere brandgefährliche Aktion auf den Rasen brachte: Rene Schicker machte seinem Namen alle Ehre, schickte Maximilian Sax in die Tiefe, aber SVM-Goalie Markus Kuster kam in weiser Voraussicht heraus und parierte an der Sechzehner-Grenze. Zwei Minuten später waren es dann wieder die Gäste, die durch Markus Wostry nach einem Corner von Dani Toth in Tornähe kamen – sein verlängerter Kopfball landete aber dann doch deutlich neben dem langen Eck der Burgenländer. 

Goalie Markus Kuster hielt den SVM im Spiel

Auch nach Wiederbeginn waren es die Südstädter, die an ihre gefährlichen Szenen vor der Pause anschließen konnten. Torschütze Zwierschitz bekam von den Heimischen unfreiwillig den Ball perfekt am Fünfer serviert, seinen Vollrist-Abschluss vereitelte aber einmal mehr Markus Kuster. Der Schlussmann der Mattersburger zeichnete sich in der anschließenden Szene ebenfalls aus, oder auch in Minute 56, als er mitspielte und einen gefährlichen Lochpass auf Höhe des Zwanzigers mit dem Körper wegbugsierte.

Dazwischen deutete sich zwar so etwas Ähnliches wie eine optische Mattersburger Überlegenheit an, in den paar Szenen gelang aber auch zu wenig. Einmal tauchte Alois Höller über rechts in aussichtsreicher Position auf, sein Stanglpass auf Markus Pink ging aber an der Nummer 32 der Grün-Weißen vorbei.

Endlich, in Minute 68, klopfte der SVM dann wieder einmal richtig an: Der eingewechselte Thorsten Röcher legte für Kapitän Farkas auf, dessen Flankenvorlage vom ebenfalls neu ins Spiel gekommenen Flo Templ aus der Drehung übernommen wurde – der wuchtige Ball landete aber über der Latte. 

Schneller Gegenstoß, super Lupfer – die Entscheidung 

Trotzdem: Unterm Strich war es einfach zu wenig, was offensiv von Seiten der Burgenländer kam. Und dieser fehlende Nachdruck wurde von den Niederösterreichern bestraft. 77. Minute: Gegenstoß der Admira, Dominik Starkl spielte weiter auf Maximilian Sax, der Kuster mit einem super Lupfer keine Chance ließ – 0:2. Und es sollte noch viel dicker kommen: Nur vier Minuten später düpierte Starkl im Sechzehner die Abwehr des SVM und traf mit links ins kurze Eck zum 0:3, ehe Daniel Toth mit einem Schuss Kuster buchstäblich am falschen Fuß erwischte und dieser nur mehr mit einer Hand abwehren konnte – das Runde landete trotzdem im Netz – 0:4, der Endstand.

Nun geht es für die Burgenländer in die einwöchige Meisterschaftspause aufgrund der EM-Qualifikation. Die nächste Bundesliga-Aufgabe wartet auf den SV Mattersburg am 17. Oktober mit dem Auswärtsspiel in Ried.

STATISTIK 

MATTERSBURG – ADMIRA 0:4 (0:1).
Torfolge: 0:1 (8.) Zwierschitz, 0:2 (77.) Sax, 0:3 (81.) Starkl, 0:4 (87.) Toth.
Gelb: Höller (66., Foul); Toth (74., Foul).
SR: Kollegger.- Pappelstadion, 3.800.

Mattersburg: Kuster; Höller (66. Röcher), Mahrer, Rath, Maksimenko; Jano, Grgic (63. Templ); Farkas, Perlak (84. Prietl), Onisiwo; Pink.
Admira: Siebenhandl; Ebner, Schösswendter, Wostry, Zwierschitz; Lackner, Toth; Sax (86. Spiridonovic), Blutsch, Starkl; Schicker (58. Malicsek).

STIMMEN ZUM SPIEL

Mario Grgic, SVM: „Wir haben versucht, das umzusetzen, was wir trainiert haben: früh zu pressen und offensiv zu spielen. Das ist uns aber zu keinem Zeitpunkt des Spiels gelungen.“

Michael Perlak, SVM: „Admira war heute einfach spritziger, leider war dies unsere schlechteste Leistung zuhause.“

Daniel Toth, Admira: „Uns ist heute einfach alles aufgegangen – umso schöner ist so ein Sieg gegen einen starken Gegner wie Mattersburg. Hier werden trotzdem nicht viele Mannschaften Punkte machen.“

Ernst Baumeister, Admira-Trainer: „Das Ergebnis geht auch in dieser Höhe in Ordnung, wir waren über 90 Minuten die besser Mannschaft und hatten auch zahlreiche Möglichkeiten. Es ist uns gelungen, die wichtigen Akteure der Mattersburger aus der Partie zu nehmen, dadurch haben wir sie nicht ins Spiel kommen lassen.“

Ivo Vastic, SVM-Trainer: „Wir sind heute leider nicht ins Spiel gekommen. Bei 0:1 wäre vielleicht noch die eine oder andere Gelegenheit dagewesen, das Spiel zu drehen, aber je länger das Match gedauert hat, umso schwerer wurde es. Gleichzeitig war die Admira auch sehr gut eingestellt.“