Erstellt am 08. Dezember 2010, 00:00

Bleibt es ein typischer Herbst?. TIPP3 BUNDESLIGA / In Mattersburg zieht sich vor allem ein Umstand wie ein roter Faden durch: Irgendetwas verhindert laufend Punkte.

VON BERNHARD FENZ

Erst waren es problematische Schiedsrichterentscheidungen (Wer erinnert sich etwa nicht an das irreguläre Austria-Führungstor in Runde eins?), dann waren es richtig schlechte Leistungen (die im 0:3 daheim gegen Wiener Neustadt gegipfelt hatten), schließlich kamen punktuelle Patzer dazu. Jetzt, da der Defensive einmal kein entscheidender Fehler widerfuhr, musste dem SC Magna in Wiener Neustadt natürlich ein Traumtor auskommen – als Christian Thonhofer in der 81. Minute nach einem Corner volley abzog und erstmals seit fünf Jahren wieder traf.

Darum sagte Trainer Franz Lederer nach dem Schlusspfiff auch: „Das war eigentlich eine typische 0:0-Partie. Aber es ist auch typisch, dass man so ein Tor bekommt, wenn man in der Tabelle hinten drin steht.“

Unerklärbar, aber  warum eigentlich?

Ganz nach dem Motto: Gewisse Dinge sind eben nicht erklärbar – Erfolgsläufe nicht, und Pech- und Pannenserien ebenso nicht. Trotzdem ist der Eindruck freilich subjektiv, denn: Natürlich lief das Gekicke in Wiener Neustadt auf eine Nullnummer hinaus. Die Mattersburger blieben aber in der Offensive zu harmlos und verließen sich scheinbar zu sehr auf „Unentschieden halten“. Sehr wohl müssen sich die Burgenländer daher fehlende Akzente im Spiel nach vorne vorwerfen lassen.

Am Samstag bestreitet der SVM gegen die Austria das letzte Meisterschaftsspiel im Jahr 2010. Die Wiener geigten zuletzt beim 1:1 in Salzburg mächtig auf und haben ihren Ruf als bärenstarkes Auswärtsteam einmal mehr bestätigt. Naheliegend also, dass ein besonders großes SVM-Kämpferherz gefragt ist. Die Zeichen deuten aber eher darauf hin, dass der Herbst „typisch“ bleiben könnte – mit einem Mattersburger Negativerlebnis.