Erstellt am 24. Oktober 2012, 00:00

„Brisanz war spürbar“. Tipp3 Bundesliga / Der Eisenstädter Philipp Hosiner blickt im BVZ-Interview auf sein erstes Wiener Derby zurück.

Einsatz total: Philipp Hosiner wirkte nach seinem Wechsel Ende August zur Austria erstmals in einem Wiener Derby aktiv mit. Der 23-jährige Eisenstädter erzielte zwar kein Tor, war beim 2:0 aber immer wieder ein Unruheherd – wie hier beim Attackieren von Rapid-Goalie Lukas Königshofer.Gepa/Rodriguez Anchuelo  |  NOEN

BVZ: Sie haben mit der Austria Ihr erstes Wiener Derby absolviert. Um wie viel angespannter war die Woche vor dem Spiel im Vergleich zu einer „normalen“ Partie?

Philipp Hosiner: Von der Trainingsgestaltung her war alles eigentlich wie immer. Die Brisanz an sich hat man aber sehr wohl gespürt.

Inwiefern?

Hosiner: Das Interesse der Medien war größer, das der Fans ist ohnehin enorm.Viele Leute haben mich auf der Straße auf das Derby angesprochen.

Ist es motivierend, so in der Öffentlichkeit zu stehen?

Hosiner: Es ist einfach schön, so viele positive Reaktionen zu erhalten. Dass man in der Öffentlichkeit steht, gehört zum Fußball dazu.

Wie haben Sie das Derby am Platz erlebt?

Hosiner: Wir haben ein super Spiel abgeliefert. Phasenweise konnten wir uns Chancen im Minutentakt erarbeiten. Auch wenn die Führung glücklich war, bin ich überzeugt, dass wir früher oder später getroffen hätten. Einziges kleines Manko: Wir haben einen deutlicheren Sieg verpasst.

Auch Sie haben die eine oder andere Top-Chance vergeben.

Hosiner: Das ist bei allen Stürmern so. Entweder es gelingt dir etwas, oder es schleichen sich dann Kleinigkeiten ein. Dann fehlt dir das nötige Glück, oder das Timing ist nicht perfekt. Natürlich hätte ich gerne getroffen, eindeutig wichtiger sind aber die drei Punkte. Und der Alexander Gorgon hatte mit seinen zwei Toren ohnehin eine hundertprozentige Verwertung …

Am Samstag wartet Ihr Ex-Klub Admira. Mit welchem Blick sehen Sie dem Match entgegen?

Hosiner: Es ist mein Ex-Klub, dem ich viel zu verdanken habe. Ich habe auch nach wie vor Kontakt zu den Spielern.

Sie kennen Ihre ehemaligen Kollegen. Die wiederum wissen über Sie bestens Bescheid – eine sportliche Pattstellung?

Hosiner: Heutzutage kennt man aufgrund diverser Methoden und Analysen ohnehin alle Gegner bestens. Von daher gibt es keinen Unterschied. So oder so wird es von meiner Seite aus aber keine Geschenke geben wird.

Interview: Bernhard Fenz