Erstellt am 07. Mai 2014, 10:56

von Bernhard Fenz

„Bundesliga-Chance hat sich durchgesetzt“. Julian Salamon (23) wechselt im Sommer von Parndorf zu Wiener Neustadt, seine sportliche Plattform ist dann erstmals die Tipp3 Bundesliga.

Im Frühjahr spielte Julian Salamon (li.) mit Parndorf noch gegen den FC Liefering und René Aufhauser, ab Sommer sind die »großen Bullen« dann der Gegner - mit Wiener Neustadt wird er auch auf Red Bull Salzburg treffen.  |  NOEN, Bernhard Fenz
Am 1. Mai feierte Julian Salamon seinen 23. Geburtstag, wenige Tage danach machte er sich mit dem nächsten Karriere-Schritt wohl selbst das schönste Geschenk: Der Parndorf-Stürmer unterschrieb einen Vertrag bis Sommer 2015 (plus Option auf ein weiteres Jahr) und wird ab Sommer für den SC Wiener Neustadt auf Torjagd gehen.

Überrascht, dass es so schnell ging

„Ich wusste, dass mich Wiener Neustadt beobachtet hat. Dass es dann so schnell geht, war aber auch für mich überraschend.“ Somit gelang dem gebürtigen Stötteraner – mittlerweile lebt Salamon unweit davon entfernt in Mattersburg – erstmals der Sprung in die höchste österreichische Spielklasse.

„Ich hätte auch noch zwei andere Optionen in der Ersten Liga gehabt, die Bundesliga-Chance hat sich aber letztlich durchgesetzt. Diese Möglichkeit, mich in der Liga zu präsentieren, möchte ich nützen.“ Neben Bruder Thomas (25) bei der Austria wird ab der Saison 2014/2015 also ein zweiter Salamon das Fußball-Oberhaus bereichern.

Nach Kreuzbandriss stark zurückgekommen

Von Seiten des neuen Arbeitgebers zeigte man sich klarerweise zufrieden mit dem Deal. Sport- und PR-Manager Günter Kreissl: „Mit Salamon haben wir einen der torgefährlichsten Spieler der Liga verpflichtet, ich kenne ihn noch aus seiner Zeit in der Stronach-Akademie in Hollabrunn.“

Nach dem Austria-Nachwuchs (zuvor war er für das BNZ Burgenland aktiv) wechselte Julian Salamon 2009 zum SC Neusiedl am See, im Juli 2011 erfolgte dann der Wechsel zum SC/ESV Parndorf. Ein Kreuzbandriss sowie ein Seitenbandriss warfen den quirligen Angreifer zwar zurück, letztlich setzte er sich aber durch – und feierte in der vergangenen Saison nach dem Meistertitel in der Regionalliga Ost sowie dem Sieg in der Relegation gegen Blau Weiß Linz den Aufstieg in die Erste Liga.

Parndorfer stolz: „Indiz für unsere gute Arbeit“

In der aktuellen Saison hält Salamon bei sieben Treffern, speziell im Frühjahr drückte er dem Offensivspiel des abstiegsgefährdeten Erste Liga-Klubs nachhaltig seinen Stempel auf.

Positive Reaktionen gab es übrigens auch von Parndorfer Seite, auch wenn ihn Trainer Paul Hafner gerne weiter in seiner Mannschaft gesehen hätte: „Für ihn ist das der nächste Schritt, das ist zu akzeptieren und wir wünschen ihm nur das Beste. Wenn sich ein Spieler durchsetzt und von einem höherklassigen Verein verpflichtet wird, ist das auch ein Indiz dafür, dass bei uns gut gearbeitet wird.“