Erstellt am 27. Mai 2013, 14:34

Bundesliga-Saison im Rückspiegel. Punkte, Serien, Rekorde: Lesen Sie Bemerkenswertes und Interessantes zu der am Sonntag beendeten 39. österreichischen Fußball-Bundesliga-Saison.

PUNKTE: Der neue Meister Austria löschte mit 82 Punkten für 25 Siege und sieben Remis (bei vier Niederlagen) den Bundesliga-Rekord von Sturm Graz aus der Saison 1997/98 seit Einführung der Drei-Punkteregel. Der Osim-Elf waren damals für 24 Siege und neun Remis (drei Niederlagen) 81 Zähler gutgeschrieben worden. Die bisherige Bestleistung der Austria stand seit der Saison 2009/10 auf 75 Punkte. Rechnet man allerdings ihre Ausbeute in der Saison 1985/86 auf drei Punkte um, dann wäre der Rekord 84 Zähler für 26 Siege (Bundesliga-Bestleistung) und sechs Remis. Ihre 99 Tore von damals bedeuten Klub-Rekord, gesamt ist seit jener Saison Rapid mit 101 die Nummer eins. Die 84 Tore in dieser Saison sind aber für die Austria die beste Ausbeute seit 1986/87 (86).

Die entthronten Salzburger ihrerseits verbesserten mit 77 ebenfalls ihren Punkterekord aus der Saison 2009/10 (76) und schossen mit 91 Toren so viel wie noch nie, um fünf mehr als 2008/09. Die 77 Punkte sind übrigens gemeinsam mit dem FC Tirol (1999/2000) Rang drei hinter Austria und Sturm in der ewigen Wertung. Zur Erinnerung: Die Salzburger holten vor einem Jahr mit "nur" 68 Zählern den Titel, die Austria verbesserte sich gegenüber jener Saison sogar um 28 Zähler. Der Vorsprung der Bullen vor einem Jahr auf die zweitplatzierten Rapidler betrug sechs Punkte, heuer liegen sie fünf zurück. Den größten Vorsprung schafften Sturm 1998 mit 19 auf Rapid und die Salzburger 2007 auf Ried. Dreimal entschied ein einziger Zähler. Nur drei Niederlagen wie diesmal schafften die Bullen vorher auch nicht, damit egalisierten sie den Bundesliga-Rekord (36 Spiele) der Austria und von Sturm.

Die letzten vier der Tabelle picken hingegen heuer aufeinander. Wr. Neustadt als Siebenter mit 36 vor den punktgleichen Tirolern, dahinter Admira und Mattersburg (je 35), wobei die Südstädter dank ihrer besseren Offensive die um zehn Treffer bessere Tordifferenz aufweisen. Vor einem Jahr hatte die Kühbauer-Truppe als Aufsteiger noch den dritten Platz vor der Austria erkämpft und um genau 20 Punkte mehr als heuer auf dem Konto.

Lesen Sie weiter: Die längsten Serien


Die längsten Serien SERIEN: Mit 19 Spielen ohne Niederlage (18.-36. Runde) seit dem 1:3 in Ried am 24. November sind die Salzburger die Nummer eins vor der Austria, die von der 10. bis 27. Runde 18 Mal ungeschlagen geblieben waren, allerdings mit 44 Punkten (13 Siege, fünf Remis) um drei mehr als die Bullen (11-8-0) erkämpften. Der entsprechende Rekord der Salzburger steht seit der Saison 2009/10 auf 22 Runden ohne Niederlage (14-8-0), derjenige der Austria seit der Saison 1984/85 (damals unter Trainer Tommy Parits/25 Spiele/21-4-0) und dem ersten Spiel 1985/86 (Hermann Stessl/1-0-0) auf 26 (22-4-0). Die Salzburger sind in der abgelaufenen Saison auch mit sieben Siegen in Folge (28.-34. Runde) vor der Austria die Nummer eins, die jedoch gleich drei Mal sechs Siege en suite schaffte.

Was die negativen Serien betrifft, so teilen sich die Admira und Mattersburg mit je 11 sieglosen Spielen den ersten Platz, wobei die Südstädter aber in dieser Phase nur einen einzigen Punkt (0-1-10) holten, während die Burgenländer (0-3-8) immerhin drei gewannen. Allerdings hatten die Mattersburger auch noch acht weitere sieglose Runden (24.-31. Runde) auf ihrem Negativkonto (0-3-5), was unabhängig von der dramatischen Endphase auch den Abstieg nach zehn Jahren mit den Platzierungen 8-5-7-3-5-9-6-9-8-10 erklärt.

Die Bilanz von Rekord-Bundesliga-Trainer (bei einem einzigen Klub), Franz Lederer, lautet wie folgt: 307 Spiele, 94 Siege, 77 Remis, 136 Niederlagen, 378:490 Tore, 359 Punkte.

Bei den negativen Serien soll aber auch Rapid nicht vergessen werden. Mit neun Runden ohne Sieg (20.-28. Runde/0-5-4) wurde der "Rekord'" von 1987/88 eingestellt, allerdings verlor damals Otto Baric mit seiner Elf nur zwei Mal (sieben Remis) und wurde souverän Meister. Sieben Runden sieglos war auch der SK Sturm (0-2-5/27.-33. Runde), allerdings blieben die Grazer vor der Winterpause auch neun Runden ungeschlagen (5-4-0/11.-19. Runde) bei vier Siegen in Folge. Neun Runden überstand auch der WAC ohne Niederlage (20.-28. Runde) mit sechs Siegen und drei Remis.

Die meisten Niederlagen nacheinander kassierte Wacker Innsbruck mit sieben (5.-11. Runde), was Trainer Walter Kogler den Job kostete und Roland Kirchler seinen Posten bescherte. Der begann dann gleich mit drei Siegen en suite und schaffte im letzten Moment auch den Klassenerhalt.

Lesen Sie weiter: Tore, Tore, Tore


Tore, Tore, Tore TORE: Philipp Hosiner war mit 32 Treffern (5 für die Admira, 27 für die Austria) klar die Nummer eins, wobei er allerdings mit dem Spanier Jonathan Soriano, der 26 Mal traf, einen hartnäckigen Verfolger hatte. Vor einem Jahr hatten sich dessen Klubkollegen Stefan Maierhofer und Jakob Jantscher als Erfolgreichste Rang eins mit nur je 14 Toren geteilt. Seit Gerhard Rodax (1990/35) war nur Marc Janko (2009) mit 39 besser und Ivica Vastic (2000) mit 32 gleich gut gewesen.

Hosiner war mit neun Stück in der vergangenen Saison "Mister Doppelpack". Er hat bereits insgesamt elf (davon sieben für die Austria, vier für die Admira) geschafft. Auch drei Triple-Packs (gesamt vier) gehen auf das Konto des Burgenländers. Bei den Doppelpacks steht Soriano aber nicht viel nach. Dem Salzburger gelangen in der Saison sieben, insgesamt acht. 56 Doppelpacks gab es und 11 Triple-Packs. Soriano schaffte wie die weiteren Salzburger Mane, Alan, Nielsen einen, dazu kamen noch Günter Friesenbichler (Wr. Neustadt), Christian Falk (WAC), Rene Gartler (Ried) und Deni Alar (Rapid).

19 Freistoßtore wurden erzielt, je zweimal trafen Bürger, Hadzic, Liendl, Alar und Gorgon. Bei den Kopftoren waren Hosiner (zwei Admira, vier Austria) und der Grazer Vujadinovic (je sechs) die Nummer eins. Boyd, Bürger, Gorgon, Sukuta-Pasuka kamen auf je vier. Die Austria war mit 17 die Nummer eins vor Sturm und WAC (je 15), Admira (12), Salzburg (11), Rapid, Mattersburg (je 10), Wr. Neustadt (9), Ried und Innsbruck (je 8). Der WAC kassierte mit 18 die meisten vor Wr. Neustadt (17), Admira (15), Innsbruck (14), Mattersburg (11), Rapid und Ried (je 9), Austria und Salzburg (je 8), Sturm (6).

Die Austria lag auch bei der Anzahl von Toren eingewechselter Spieler mit 12 vor Innsbruck 11, Ried 9, Salzburg 6, Admira, WAC und Mattersburg je 5, Wr. Neustadt 4, Rapid 3 und Sturm 2 in Führung. Der Innsbrucker Perstaller war mit fünf Toren vor Kienast (Austria) und Friesenbichler (Wr. Neustadt) je 4 der Beste.

Tore im Finish (ab 76. Minute) gelangen der Austria mit 24 (viermal gelang damit ein Sieg, einmal noch ein Remis, Hosiner mit 9 die Nummer eins) vor Salzburg 23 (4 Siege, 2 Remis) am öftesten. Die weitere Reihung: Ried 15 (2 S, 1 R), Rapid 11 (2 R), Innsbruck 11 (3 S, 2 R), WAC 9 (1 R), Admira 8 (1 S, 1 R), Sturm 8 (4 S, 1 R), Mattersburg 7 (2 S, 1 R) und Wr. Neustadt 5 (1 S, 1 R). Kassiert haben die Austria (1 Niederlage) und Salzburg (1 N, 2 R) mit je sechs die wenigsten. Weiters: 8 Rapid (2 R), 11 Wr. Neustadt (1 N, 1 R), 12 Mattersburg ( 3N,1 R), 13 WAC (3 N, 3 R), 13 Sturm (3 N, 1 R), 16 Admira (1 N, 2 R), 18 Ried (3 N, 1 R), 19 Innsbruck (6 N, 1 ÄR).

In der Anfangs-Viertelstunde war auch die Austria mit 11 Toren vor Salzburg, Rapid, Ried und WAC je 9, Sturm 6, Admira und Innsbruck je 5, Wr. Neustadt 4 und Mattersburg 3 voran.Mattersburg erhielt mit 12 die meisten vor WAC 9, Wr. Neustadt, Innsbruck, Ried je 8, Admira und Sturm je 6, Salzburg und Rapid je 5, Austria 3.

Tore aus Standards erzielt: 21 Austria und Salzburg, Sturm und WAC je 17, Rapid, Innsbruck je 16, Ried 15, Mattersburg, Wr. Neustadt je 14, Admira 11.

Erhalten: 25 Mattersburg, 20 Innsbruck, 18 Wr. Neustadt, 17 Admira, 16 Ried, 15 Sturm, WAC, 13 Austria und Salzburg, 11 Rapid

Assists: 14 Meilinger (Ried), 13 Liendl (WAC), 12 Jun (Austria), 9 Hosiner (5 Austria, 4 Admira), Berisha (Salzburg), 8 Hofmann (Rapid), Kampl (Salzburg), Bukva (Sturm), 7 Gorgon, Grünwald, Suttner (alle Austria), Ulmer (Salzburg).

Tore in den Spielhälften erzielt: Austria (1. Hälfte 30, 2. Hälfte 54), Salzburg (34/57), Rapid (20/37), Sturm (24/23 plus 2 am grünen Tisch), WAC (25/28), Ried (26/34), Wr. Neustadt (10/22), Innsbruck (19/22), Admira (22/25), Mattersburg (19/17)

Kassiert: Austria (16/15), Salzburg (22/17), Rapid (18/21), Sturm (15/41), WAC (19/37), Ried (28/31), Wr. Neustadt (28/32), Innsbruck (26/47 plus 2 am grünen Tisch), Admira (28/40),Mattersburg (29/38).

Mit 548 Toren (Schnitt 3,04) wurde das zweitbeste Ergebnis nach der Saison 2008/09 (588/Schnitt 3,27) erzielt.