Erstellt am 28. März 2015, 22:18

von Philipp Frank

Kicker schwer verletzt - Spielabbruch. Das Meisterschaftsspiel zwischen der Parndorf 1b und Sankt Margarethen wurde wegen einer schweren Verletzung von Nihat Güzel abgebrochen. Der Notarzthubschrauber war im Einsatz.

Schwere Verletzung: Der St. Margarethener Spieler Nihat Güzel (li.).  |  NOEN, Philipp Frank
Das Spielgeschehen rückte in der 62. Minute im Parndorfer Heidebodenstadion plötzlich in den Hintergrund. Nach einem unglücklichen Zusammenprall nach einer Flanke, krachten die beiden Sankt Margarethener Spieler Matthias Grassl und Nihat Güzel zusammen. Letzterer blieb regungslos auf dem Boden liegen.

"Nihat war gleich wieder weg, das war Wahnsinn"

Es ist ganz unglücklich verlaufen. Unklar ist nur, ob er den Schlag an den Kopf während des Zweikampfs oder beim Aufprall auf den Boden bekommen hat. Die Spieler riefen sofort die Betreuer aufs Spielfeld", schilderte Sankt Margarethens Sektionsleiter Günter Welz den Vorfall.

Nach einer kurzen Unterbrechung war auch gleich der Notarzt zur Stelle, der dann auch noch den Notarzthelikopter verständigte. "Nihat reagierte zwar teilweise mit den Augen auf seinen Namen, war dann aber gleich wieder weg. Das war ein Wahnsinn", so Welz weiter.

St. Margarethener Dank an Heimteam Parndorf

Güzel wurde mit dem Hubschrauber ins Wiener AKH gebracht. Vorsichtige Entwarnung gab es später am Abend dann von Obmann Jochen Lehner, wie der Sektionsleiter berichtete: "Er schickte mir eine SMS. Güzel war wieder bei Bewusstsein und fragte, wie die Partie ausgegangen ist", atmete der Sankt Margarethener Funktionär erleichtert auf.

Das Match wurde beim Stand von 1:0 für die Hausherren nach Rücksprache mit den Parndorfern abgebrochen und wird neu ausgetragen. Ein Termin steht natürlich noch nicht fest. Den Treffer erzielte Martin Marosi nach einem abgefälschten Freistoß, was jetzt aber nicht mehr zählt.

"Ich möchte mich auf diesem Weg auch noch bei den Parndorfern bedanken, die uns da sehr unterstützt haben und alles in die Wege geleitet haben", so Günter Welz.