Erstellt am 29. Juni 2011, 12:43

BZÖ pocht weiter auf Steuerreform. Das BZÖ hat am Mittwoch seine Vorschläge für eine Steuerreform erneuert. Die orangen Pläne sehen eine Flat Tax mit einem 44-prozentigen Steuersatz vor, wobei ein Freibetrag von 11.000 Euro gilt und die 44 Prozent sowohl Steuern als auch Sozialabgaben umfassen.

Das BZÖ hat am Mittwoch seine Vorschläge für eine Steuerreform erneuert. Die orangen Pläne sehen eine Flat Tax mit einem 44-prozentigen Steuersatz vor, wobei ein Freibetrag von 11.000 Euro gilt und die 44 Prozent sowohl Steuern als auch Sozialabgaben umfassen. Für die Wirtschaft sieht das BZÖ-Konzept eine Business Tax von 25 Prozent vor, für Familien einen Absetzbetrag von 9.000 Euro pro Kind.

Finanzieren soll sich das ganze durch Verwaltungsabbau und Wirtschaftswachstum, erklärte Parteichef Bucher. Die Reform würde im ersten Schritt 2,3 Mrd. Euro kosten bzw. Entlastungen in diesem Ausmaß bringen.

Gewinner der Reform sollen der Mittelstand und Familien sein. Die Verlierer dagegen Spitzenverdiener mit einem Einkommen ab 20.000 Euro im Monat und Steuerberater, denn durch die geplante Vereinfachung des Steuersystems würden diese weniger zu tun haben. Das BZÖ-Steuersystem würde beispielsweise eine Verkäuferin mit einem Jahreseinkommen von 21.000 Euro um rund 450 Euro entlasten und einen Generaldirektor mit 280.000 Euro Jahresgehalt mit 260 Euro belasten.

In der Verwaltung würde man sich durch die "Radikalrodung" des derzeitigen "Steuerdschungels" 25.000 Beamtenstellen ersparen, meint Bucher, der sein Steuerkonzept gar als "revolutionär" bezeichnete. Finanziert werden sollen die Entlastungen durch den Verwaltungsabbau und das erhoffte Wirtschaftswachstum, das die Reform bringen soll.