Erstellt am 10. September 2012, 13:31

Christian Fuchs: "Lassen Kirche im Dorf". Angesichts der immer größer werdenden Erwartungshaltung vor dem Fußball-WM-Qualifikationsspiel gegen Deutschland war ÖFB-Teamkapitän Christian Fuchs bemüht, noch einmal die Rollenverteilung im Duell mit dem dreifachen Welt- und Europameister hervorzuheben.

"Die Mannschaft bleibt nüchtern. Wir wissen, wie die Kräfteverhältnisse sind und lassen die Kirche im Dorf", betonte der Niederösterreicher vor dem Spiel am Dienstag (20.30 Uhr/live ORF eins) im ausverkauften Wiener Happel-Stadion, gab aber auch zu: "Österreich gegen Deutschland ist immer etwas Besonderes, vor allem für uns."

Der Hype rund um die Partie gegen den großen Nachbarn ist an den Teamspielern nicht spurlos vorübergegangen. "Wir freuen uns einfach auf das Match, wollen ein gutes Spiel machen und eine gute Leistung zeigen. Ein gutes Ergebnis kommt dann von selbst", sagte der Linksverteidiger.

Selbst wenn es mit dem gewünschten Resultat nicht klappen sollte, wäre in der WM-Qualifikation noch lange nichts verloren. "Bei einem Sieg sind wir nicht in Brasilien, sondern haben noch immer neun Spiele vor uns. Und eine Niederlage wäre kein Beinbruch, denn Deutschland ist klarer Favorit."

Allzu groß ist Fuchs' Respekt vor Deutschland aber auch wieder nicht. "Wir dürfen uns nicht kleiner machen, als wir sind, sondern müssen an unsere Qualitäten glauben", forderte der Schalke-Legionär und nannte in diesem Zusammenhang den Zusammenhalt in der ÖFB-Truppe.

Den relativ großen Respekt von deutscher Seite hat der Schalke-Legionär mit Zufriedenheit zur Kenntnis genommen. "Auch die Deutschen haben gesehen, dass wir in der jüngeren Vergangenheit eine Konstanz entwickelt haben. Aber wie ich meine deutschen Freunde kenne, gehen sie schon von einem Sieg aus."

Dies zu verhindern, würde Fuchs fast schon diebisch freuen. "Wenn wir gewinnen, würden wir Bundesliga-Legionäre mit noch mehr Respekt in Deutschland empfangen werden. Und es wäre auch deswegen schön, weil dann einmal ich die Deutschen ein bisschen auf die Schaufel nehmen könnte und nicht umgekehrt."