Erstellt am 02. August 2011, 13:57

Constantini über Windtners klare Worte erstaunt. Die jüngsten Wortspenden vom österreichischen Fußball-Präsidenten Leo Windtner in einem Interview mit der APA - Austria Presse Agentur haben bei Teamchef Dietmar Constantini Spuren hinterlassen.

Die jüngsten Wortspenden vom österreichischen Fußball-Präsidenten Leo Windtner in einem Interview mit der APA - Austria Presse Agentur haben bei Teamchef Dietmar Constantini Spuren hinterlassen. "Der eine oder andere Sager hat mich schon überrascht. Etwas nachdenklich macht einen das schon", meinte Constantini am Dienstag.

"Man kann nicht im eigenen Saft braten, man muss schon immer wieder schauen, was auf der internationalen Bühne abgeht", hatte Windtner etwa hinsichtlich der Fortbildungswilligkeit Constantinis gemeint. "Ich habe immer schon über den Tellerrand hinausgeblickt", lautete Constantinis Antwort auf diese Kritik.

Verwundert war Constantini über manche Aussagen Windtners auch deshalb, weil man die Tage zuvor gemeinsam im Flugzeug Richtung WM-Qualifikations-Auslosung sowie dann in Brasilien verbracht hatte. Auf dem berühmten Strand von Copacabana habe es eine sehr offene Aussprache gegeben. "Und dann liest man so etwas", sagte Constantini, der in diesem Zusammenhang auch die Worte "überflüssig" und "schlechter Stil" verwendete.

Gleichzeitig stellte der 56-Jährige aber auch klar: "Der Präsident ist der Chef, er kann sagen was wer will." Offen ist nach wie vor, was Windtner nach Ablauf der EM-Qualifikation im Oktober über die Zukunft von Constantini als Teamchef sagen wird. Constantini, der seit März 2009 Teamchef ist, gibt sich zu diesem Thema stets gelassen.

"Ich sehe das wertfrei. Es ist nicht entscheidend, ob ich Trainer bin. Entscheidend ist, dass sich die Spieler weiterentwickeln und wir uns für Großereignisse qualifizieren. Wenn der Präsident irgendwann kommt und sagt, dass es vorbei ist, werde ich das zur Kenntnis nehmen und ihm die Hand schütteln", so Constantini, der nach wie vor der 0:2-Heimniederlage in der EM-Qualifikation im März gegen die Belgier nachtrauert. "Belgien hat uns alles zusammengehauen", meinte der Cheftrainer über den heftigen Rückschlag auf dem angestrebten Weg zum zweiten Gruppenplatz hinter Deutschland.